Bärlauch-Pesto
Zum Rezept
Portionen: 1 Glas à 250 ml
Kategorie: Aufstriche & Gewürze

Sobald die Bärlauchsaison startet, gibt es für mich an Bärlauch-Pesto kein Vorbeikommen. Das gehört für mich einfach zum Frühling dazu. Es ist eines dieser Rezepte, das ich jedes Jahr ganz selbstverständlich mache, weil es so schnell und unkompliziert zubereitet ist, dabei unglaublich gut schmeckt und sich dazu noch so vielseitig einsetzen lässt.
Innerhalb weniger Minuten hat man dieses aromatische, würzige Pesto im Glas, das sofort Frühlingsgefühle auf den Teller bringt und Lust auf mehr macht.
Und das Beste? Mit Bärlauch-Pesto kannst du richtig viele leckere Dinge zaubern: ganz klassisch zu Pasta, als Brotaufstrich, zum Verfeinern von Ofengemüse oder Kartoffeln, als Topping für Suppen oder Bowls oder auch als kleines Extra im Salatdressing. Selbst auf Pizza oder in herzhaftem Gebäck macht sich Bärlauch-Pesto richtig gut.
Für mich ist es eine der einfachsten und leckersten Arten, die Bärlauchsaison voll auszukosten und jedes Jahr aufs Neue ein echtes Highlight.
Bärlauch-Pesto hält sich im Kühlschrank gut einige Tage, oft sogar bis zu einer Woche. Wichtig ist, dass es immer mit einer dünnen Schicht Öl bedeckt ist, damit es schön frisch bleibt. Wenn du gleich eine größere Menge machst, kannst du es auch problemlos auf Vorrat einfrieren. Am besten portionsweise, zum Beispiel in Eiswürfelformen: So hast du immer genau die Menge griffbereit, die du brauchst. Einfach auftauen lassen oder direkt gefroren ins warme Gericht geben.

Der Begriff „Pesto“ stammt übrigens vom italienischen Wort pestare und bedeutet so viel wie „zerstoßen“ oder „zerreiben“ – ein Hinweis auf die traditionelle Zubereitungsart im Mörser.
Klassisch wird Pesto nämlich genau so gemacht: im Mörser zerstoßen. Und das hat auch seinen Grund: Durch das langsame Zerstoßen bleiben die Aromen intensiver erhalten, die Zutaten verbinden sich besonders gut und das Pesto bekommt eine etwas grobere, richtig schöne Textur. Außerdem wird es dabei nicht so schnell warm, was sich positiv auf Geschmack und Farbe auswirkt. Der Nachteil: Es ist deutlich aufwendiger und braucht einfach mehr Zeit und Kraft.
Ich bin ehrlich: Das Mörsern ist mir dann doch zu aufwendig und dafür habe ich in der Regel nicht genug Geduld. Deshalb greife ich im Alltag gerne zum Multizerkleinerer*. Warum Multizerkleinerer und nicht Mixer? Er arbeitet mit kurzen, kontrollierten Impulsen und zerkleinert die Zutaten gleichmäßiger, ohne sie direkt komplett zu pürieren. Dadurch bleibt die Struktur vom Pesto oft etwas schöner und es wird weniger schnell „breiig“. Ein Mixer erhitzt durch die hohe Geschwindigkeit außerdem schneller, was Geschmack und Farbe eher beeinträchtigen kann. Der Multizerkleinerer ist für mich deshalb der perfekte Kompromiss aus schnell, unkompliziert und trotzdem mit guter Konsistenz.

Meine Tipps für richtig gutes Bärlauch-Pesto:
Wasche den Bärlauch auf jeden Fall gründlich, aber achte darauf, die Blätter danach wieder sorgfältig zu trocknen, z. B. mit einer Salatschleuder* oder mit einem Küchentuch. Feuchtigkeit ist hier der größte Gegner: Wasserreste am Bärlauch verdünnen das Pesto und fördern die Gärung, was die Haltbarkeit deutlich verkürzt.
Röste die Pinienkerne (oder andere Kerne oder Nüsse) am besten kurz in der Pfanne ohne Öl an, bis sie leicht goldbraun sind und duften. So entfalten sie ihr volles Aroma und geben dem Pesto eine deutlich intensivere, leicht nussige Note. Achte darauf, sie nicht zu dunkel werden zu lassen, da sie sonst bitter schmecken können.
Verwende ein hochwertiges Olivenöl, da es geschmacklich einen großen Unterschied macht und das Pesto deutlich aromatischer wird. Ich kann dir zum Beispiel dieses hier* empfehlen.
Am besten rührst du das Olivenöl zum Schluss von Hand unter. So besteht nicht die Gefahr, dass es durch das Mixen zu stark erhitzt wird. Hochwertiges, kaltgepresstes Olivenöl sollte nämlich nicht zu lange gemixt werden, da es sonst bitter werden kann. Wenn du es erst am Ende unterrührst, bleiben die Aromen besser geschont und du vermeidest ein bitteres Pesto.
Ich gebe gerne etwas Zitronensaft und Zitronenabrieb dazu. Das sorgt für Frische, hebt die Aromen und hilft durch die Zitronensäure dabei, dass das Pesto seine schöne grüne Farbe länger behält.
Bärlauch-Pesto
Sobald die Bärlauchsaison startet, gibt es für mich an Bärlauch-Pesto kein Vorbeikommen. Das gehört für mich einfach zum Frühling dazu. Es ist eines dieser Rezepte, das ich jedes Jahr ganz selbstverständlich mache, weil es so schnell und unkompliziert zubereitet ist, dabei unglaublich gut schmeckt und sich dazu noch so vielseitig einsetzen lässt. Klassisch zu Pasta, als Brotaufstrich, zu Ofengemüse oder Kartoffeln, im Salatdressing – und selbst auf Pizza oder in herzhaftem Gebäck macht sich Bärlauch Pesto richtig gut.
Nützliche Utensilien
Microplane Reibe* für den Zitronenabrieb
Zutaten
100 g Bärlauch
50 g Parmesan
30 g Pinienkerne (Alternativ: Cashewkerne)
1 EL Zitronensaft
Optional: etwas Abrieb einer Zitrone (verzehrbare Schale)
Salz
Pfeffer
100 g Olivenöl
Zubereitung
Pinienkerne bei mittlerer Hitze ohne Fett in einem Topf oder in einer Pfanne rösten.
Bärlauch, Parmesan (in Stücken), Pinienkerne, Zitronensaft, Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer in einen Mixer oder Multizerkleinerer* geben und zu einer cremigen Masse pürieren. Alternativ funktioniert auch ein Pürierstab.
Ggf. die Messer aus dem Zerkleinerer entfernen.
Olivenöl hinzugeben und mit einem Löffel unterrühren.
In ein Schraubglas füllen, im Kühlschrank lagern und innerhalb von 5 Tagen aufbrauchen.
