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Berliner

08.02.2026

Perfekte Berliner ganz einfach zuhause selbst machen

Portionen:

15 Stück

Kategorie:

Kleingebäck

Berliner

Berliner, Krapfen, Kräppel oder Pfannkuchen?

Die süßen Klassiker tragen je nach Region ganz unterschiedliche Namen. Doch egal, wie man sie nennt - sie gehören wohl zu den bekanntesten und beliebtesten Siedegebäcken aus süßem Hefeteig in Deutschland.

 

Bei uns im Badischen sind sie als Berliner bekannt und aus der Faschingszeit absolut nicht wegzudenken. Zwar gibt es sie aktuell an fast jeder Ecke in Bäckereien und Supermärkten, aber wie so oft gilt: selbstgemacht schmecken sie einfach am besten. Auch wenn ich selbst kein riesiger Fasnachts-Fan bin, liebe ich frische Berliner, und für mich gehört es einfach dazu, in der fünften Jahreszeit mindestens einmal selbst Berliner zu frittieren.

 

Das leckere Siedegebäck ist aber nicht nur zur Faschingszeit beliebt. Es zaubert eigentlich das ganze Jahr über jedem ein Lächeln ins Gesicht. Ihren Ursprung haben die Hefeteig-Klassiker wohl im 19. Jahrhundert in Berlin, von wo aus sie sich in alle Ecken Deutschlands verbreitet haben. Egal, ob man sie mit Marmelade, Pflaumenmus oder Vanillecreme füllt: Sie sind einfach ein Klassiker, den jeder kennt und liebt.

Berliner

Berliner zuhause selbst frittieren ist wirklich gar nicht so schwierig. Nachfolgend habe ich dir meine wichtigsten Tipps zusammengestellt:

 

  • Tipp 1 - Du brauchst das richtige Teigrezept:

    Der Hefeteig für die Berliner sollte viele Eigelbe enthalten, da diese dem Teig nicht nur eine schöne gelbe Farbe verleihen, sondern auch dafür sorgen, dass die Berliner beim Frittieren nicht zu viel Fett aufsaugen. Auch die Zuckermenge sollte im Teig deutlich reduziert sein, damit die Berliner beim Frittieren nicht so schnell braun werden.

 

  • Tipp 2 - Das richtige Fett zum Frittieren:

    Es ist sehr wichtig, dass du ein hoch erhitzbares Frittierfett verwendest. Ansonsten kann es passieren, dass das Fett beim Frittieren anfängt zu rauchen und Schadstoffe gebildet werden.

    Zum Frittieren eignen sich wunderbar Sonnenblumenöl, Rapsöl oder festes Pflanzenfett.

 

  • Tipp 3 - Die richtige Temperatur beim Frittieren:

    Ist dein Öl zu kalt, saugen sich deine Berliner unnötig voll mit Fett. Ist dein Öl hingegen zu heiß, werden deine Berliner außen zu schnell dunkel, sind innen aber ggf. noch roh.

    Dein Fett sollte idealerweise eine Temperatur von ca. 170°C haben. Wenn du keinen Thermometer besitzt, kannst du einfach einen Kochlöffel ins heiße Fett halten, Wenn daran Bläschen aufsteigen, ist das Öl heiß, du kannst deinen Herd auf kleine bis mittlere Stufe schalten und mit dem Frittieren beginnen.

    Ich würde dir raten, zuerst nur einen Berliner probe zu frittieren, aufzuschneiden und dann ggf. die Temperatur anzupassen.

 

  • Tipp 4 - Ausreichend Frittierfett:

    Damit die Berliner ihren typischen weißen Rand bekommen, müssen sie im Fett schwimmen können. Wenn du zu wenig Öl verwendest und sie nicht schwimmen, dann werden die Berliner rundum frittiert und du bekommst keinen weißen Rand.

 

  • Tipp 5 - Nicht zu viele Berliner auf einmal frittieren:

    Auch wenn es manchmal verlockend ist, möglichst viele Berliner gleichzeitig zu frittieren, solltest du darauf achten, nur so viele Berliner in deinen Topf zu packen, dass diese auch noch „Bewegungsfreiheit“ zum Schwimmen haben.

 

  • Tipp 6 - Mit Verschluss nach oben ins Fett:

    Damit deine Berliner auch eine schöne Oberfläche bekommen, solltest du die glatte Seite zuerst frittieren, d.h. du gibst die Berliner mit dem Verschluss nach oben ins Fett.

 

  • Tipp 7 - Schaumkelle und Küchenpapier verwenden:

    Zum Herausnehmen der Berliner ist eine Schaumkelle* ideal, damit das Fett direkt abtropfen kann. Danach die heißen Berliner auf Küchenpapier legen, damit überschüssiges Fett aufgenommen wird und nicht ins Gebäck zieht.

 

  • Tipp 8 - Schaschlikspieß zum Wenden:

    Zum Wenden der Berliner beim Frittieren eignet sich ein Schaschlikspieß super. So kannst du die Teigkugeln ganz einfach drehen, ohne dich zu verbrennen.

 

  • Tipp 9 - So klappt es mit der Füllung:

    Die Berliner lassen sich nach Belieben mit Marmelade, Vanille-Creme oder Ähnlichem füllen. Am besten verwendest du dafür einen Spritzbeutel mit einer Berliner Tülle* (5 mm Lochdurchmesser). Die Füllung wird seitlich in den hellen Rand gespritzt.

    Verwende am besten Marmelade ohne Stückchen oder streiche sie durch ein Sieb. Sonst kann es passieren, dass deine Spritztülle verstopft.

Berliner

Ein guter Hefeteig ist die halbe Miete für perfekte Berliner. Mit ein paar kleinen Anpassungen wird er zum idealen Teig fürs Frittieren


  • Hefe: Ich nehme am liebsten Frischhefe, aber Trockenhefe geht natürlich auch.

    Ob Frisch- oder Trockenhefe besser ist, darüber wird unter Bäcker*innen gerne diskutiert. Viele schwören auf Frischhefe wegen ihres besseren Geschmacks und der besseren Triebkraft, andere sehen zwischen beiden Varianten keinen Unterschied im Backergebnis.

    Am Ende spricht vor allem die lange Haltbarkeit für Trockenhefe. Frischhefe ist gekühlt nur ca. zwei Wochen haltbar. (Tipp: Frischhefe kann jedoch bis zu 6 Monate eingefroren werden.) Ein weiterer Vorteil der Trockenhefe: Im Gegensatz zur Frischhefe muss sie nicht erst in Flüssigkeit aufgelöst werden, sondern kann direkt ins Mehl gegeben werden.

    In der Regel entspricht 1/2 Würfel Frischhefe (21 g) einem Päckchen Trockenhefe (7 g) d.h. du kannst einfach die Menge an Frischhefe durch 3 teilen und erhältst dann die benötigte Menge an Trockenhefe.


  • Flüssigkeit: Milch für süße Hefeteige, Wasser für herzhafte Varianten. Die Flüssigkeit sollte lauwarm sein, um die Hefe optimal zu aktivieren. Ich erwärme die Milch hierfür immer kurz in der Mikrowelle oder in einem Topf.

    Zu niedrige Temperaturen verlangsamen die Gärung. Aber Achtung: Zu heiße Milch kann die Hefezellen töten und dein Teig wird dann nicht aufgehen. Ideal liegt die Temperatur bei etwa 30-37 °C, also angenehm handwarm.


  • Zucker: nicht nur für den Geschmack, sondern auch als kleiner Energieschub für die Hefe.

    Zucker ist nicht unbedingt notwendig, um Hefe zu aktivieren, da Hefe aus der Stärke im Mehl Zucker gewinnen kann. Die Zugabe von Zucker kann jedoch den Gärungsprozess beschleunigen, verglichen mit der Zeit, die die Hefe benötigt, um den Zucker aus der Stärke des Mehls zu spalten.

    Wichtig: Die Zuckermenge im Berliner-Teig sollte deutlich geringer sein als bei normalen Hefeteigen, da Zucker beim Frittieren schneller bräunt als der Teig selbst. Zu viel Zucker würde dafür sorgen, dass die Berliner außen zu dunkel werden, bevor sie innen richtig durchgebacken und fluffig sind. Die Süße kommt später ohnehin durch die Füllung und das Bestäuben mit Puderzucker.


  • Eigelb: In meinen Hefeteigen setze ich grundsätzlich lieber auf Eigelb statt auf ganze Eier. Eigelb macht Hefeteig saftiger, geschmeidiger und reicher im Geschmack. Es enthält Fett und Lecithin, das als Emulgator wirkt und die Zutaten bindet. Im Gegensatz zum Eiklar, das den Teig austrocknen kann, sorgt das Eigelb für eine weichere und feinporigere Krume sowie eine schöne goldgelbe Farbe. Es rundet den Geschmack durch seinen natürlichen Fettgehalt ab. Im Berliner-Teig erhöhe ich die Eigelbmenge gegenüber normalen Hefeteigen, weil sie den Teig reichhaltiger machen und dafür sorgen, dass die Berliner beim Frittieren nicht zu viel Fett aufsaugen.


  • Butter: Sie sorgt für den herrlich aromatischen Geschmack, macht die Krume schön zart und geschmeidig und hält den Teig richtig saftig. Außerdem hilft sie, dass das Gebäck länger frisch bleibt. Im Berliner-Teig reduzieren wir die Butter leicht, da die Berliner ohnehin in Fett ausgebacken werden.


  • Mehl: Das darf natürlich als Hauptzutat in keinem Hefeteig fehlen. Für feine, helle Teige wie süßen Hefeteig eignen sich vor allem helle Weizenmehle wie Type 405 oder 550. Type 405 ist feiner vermahlen, wohingegen 550 gröber vermahlen ist und mehr Schalenteile enthält. Für die Zubereitung von Berlinern eignen sich sowohl Weizenmehl Type 405 als auch Type 550. Beide Mehlsorten sorgen für eine feine Krume und eine weiche Struktur.


  • Salz: Ungeschriebenes Gesetz meiner Oma - in jeden süßen Teig gehört etwas Salz. Es verstärkt den Geschmack, balanciert die Süße aus und sorgt dafür, dass das Gebäck noch besser schmeckt.

Berliner

Berliner, Krapfen, Kräppel oder Pfannkuchen? Die süßen Hefeteig-Klassiker gehören zu den bekanntesten Siedegebäcken Deutschlands und sind besonders in der Faschingszeit beliebt. Frisch und selbstgemacht schmecken sie einfach am besten. Mit meinen Tipps kannst auch du ganz einfach perfekte Berliner zuhause frittieren.

Berliner
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Portionen:

15 Stück

Kategorie:

Kleingebäck

Utensilien



Zutaten


Hefeteig:

  • 500 g Mehl

  • 20 g Frischhefe

  • 220 g Milch

  • 4 Eigelb (Größe M)

  • 50 g Zucker

  • 60 g Butter, weich

  • 1 TL Salz


Zum Frittieren:

  • Pflanzenöl (hoch erhitzbar)


Füllung:

  • Konfitüre nach Wahl z.B. Erdbeere, Vanille-Creme, Nuss-Nougat-Creme etc.


Zum Bestäuben:

  • Puderzucker


Zubereitung


Hefeteig:

  1. Die Milch in der Mikrowelle oder im Topf leicht erwärmen. Die Hefe in der Milch auflösen.

  2. Alle Zutaten, bis auf die Butter, in eine Schüssel geben und verkneten.

  3. Die Butter zum Schluss hinzu geben und so lange kneten, bis ein schöner glatter Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt.

  4. Den Teig zu einer Kugel formen, rundum mit etwas Rapsöl bestreichen und für 1,5-2 h abgedeckt gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

  5. Den Teig in 15 Teiglinge á ca. 60 g portionieren und diese zu Kugeln schleifen. Die Kugeln mit den Fingern leicht flach drücken (ca. 7-8 cm Durchmesser).

  6. Die Teiglinge abgedeckt nochmals ca. 60 min gehen lassen.


Frittieren und Füllen:

  1. Das Öl in einer Pfanne oder einem Topf auf ca. 170°C erhitzen. Wenn du keinen Thermometer besitzt, kannst du einen Kochlöffel ins Fett halten, um zu prüfen, ob das Fett heiß genug ist. Wenn daran Bläschen aufsteigen, kannst du mit dem Frittieren beginnen. Das Fett darf nicht zu heiß sein (max. 180°C), da ansonsten die Berliner außen zu schnell dunkel werden, innen aber noch roh sind. Ggf. nach dem ersten Frittieren die Temperatur anpassen.

  2. Die Teiglinge mit der glatten Oberseite nach unten (Verschluss ist oben) ins heiße Fett geben und von beiden Seiten jeweils ca. 2-3 min goldbraun frittieren. Zum Wenden kannst du super einen Schaschlikspieß nutzen.

  3. Die fertig gebackenen Berliner mit einer Schaumkelle* herausholen und auf Küchenpapier gut abtropfen lassen.

  4. Die Berliner können nach Belieben mit Marmelade, Vanille-Creme etc. gefüllt werden. Hierzu eignet sich am besten ein Spritzbeutel mit einer Berliner Tülle* (5 mm Lochdurchmesser). Die Füllung wird seitlich in den hellen Rand gespritzt.

  5. Die Berliner nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

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