Zum Rezept
Portionen: 7 Gläser á 240 ml
Kategorie: Marmeladen & Aufstriche

Es gibt kaum etwas Schöneres, als den Sommer im Glas einzufangen. Genau das liebe ich an selbstgemachter Marmelade. Mit jeder Portion bewahrt man sich ein kleines Stück der warmen Jahreszeit und kann den Geschmack sonnengereifter Früchte noch Monate später genießen. Gerade wenn es im November draußen grau und regnerisch ist oder im Januar eisige Temperaturen herrschen, erinnert ein Glas selbstgemachte Brombeermarmelade an warme Sommertage, das Pflücken der Beeren und den Duft des Sommers. Genau deshalb gehört sie für mich jedes Jahr einfach dazu.
Geschmacklich ist diese Brombeermarmelade einfach ein Traum. Sie schmeckt wunderbar fruchtig, angenehm süß und hat durch die Brombeeren ein herrlich intensives Aroma. Die fein geriebene Tonkabohne rundet den Geschmack mit einer dezenten Note von Vanille und Mandel ab, ohne dabei den fruchtigen Charakter der Brombeeren zu überdecken. Genauso liebe ich jedes Jahr ihre wunderschöne Farbe. Schon beim Pürieren leuchten die Brombeeren in einem intensiven, tiefen Dunkelrot, das mich jedes Mal aufs Neue begeistert. Beim Einkochen kommt diese kräftige Farbe besonders schön zur Geltung und in den Gläsern strahlt die fertige Marmelade schließlich in einem tiefen, satten Rot, das einfach perfekt zu ihrem intensiven Aroma passt.
Brombeermarmelade schmeckt natürlich klassisch auf Brot oder Brötchen, passt aber genauso gut zu Naturjoghurt, Quark, Pancakes oder Waffeln. Auch zum Backen ist sie wunderbar geeignet – ob als Füllung für Plätzchen, Hefeschnecken oder andere süße Gebäcke. Ganz besonders kann ich sie dir für eine Linzer Torte empfehlen. Das fruchtige Aroma der Brombeeren harmoniert einfach perfekt mit dem süßen, nussigen Mürbeteig.
Mit diesem einfachen Rezept zauberst du im Handumdrehen eine herrlich aromatische Brombeermarmelade, die nach Sommer schmeckt und sich auch wunderbar verschenken lässt.

Für meine Brombeermarmelade verwende ich am liebsten selbst gepflückte, wilde Brombeeren. Zwar hat auch meine Oma ein paar Brombeersträucher im Garten, doch die reifen Beeren sind dort meistens so schnell vernascht, dass für eine Marmelade kaum etwas übrig bleibt.
Eigentlich hatte ich dieses Jahr sogar gar nicht vor, Brombeermarmelade einzukochen. Doch bei unserer letzten eBike-Tour sind wir an unzähligen Brombeersträuchern vorbeigefahren, die voller reifer, tiefschwarzer Beeren hingen. Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr widerstehen und aus einem kurzen Halt wurde spontan eine ausgedehnte Pflückpause.
Beim Sammeln achten wir grundsätzlich darauf, nur Brombeeren zu pflücken, die etwas höher wachsen. So vermeiden wir Früchte, die möglicherweise mit Hundeurin oder Eiern des Fuchsbandwurms in Kontakt gekommen sein könnten. Wenn die Brombeeren ausschließlich für Marmelade verwendet werden, besteht diesbezüglich jedoch kein Risiko, da die Eier des Fuchsbandwurms durch die hohen Temperaturen beim Einkochen zuverlässig abgetötet werden. Trotzdem fühle ich mich wohler, wenn ich die Beeren grundsätzlich etwas weiter oben pflücke.
Damit ich auch wirklich an die schönsten und prallsten Beeren ganz oben herankam, hat Steve mich zwischendurch sogar huckepack genommen. Wie meine Hände und Arme nach dem Kampf mit den dornigen Brombeersträuchern aussahen, erspare ich euch lieber. Als ich dann aber das erste frische Brot mit meiner selbstgemachten Brombeermarmelade gegessen habe, wurde mir wieder klar, dass sich jede Schramme und jede Minute beim Pflücken dafür gelohnt hat. Und irgendwie schmeckt selbstgemachte Marmelade gleich noch ein bisschen besser, wenn man genau weiß, wie viel Zeit, Mühe und Liebe in jedem einzelnen Glas stecken.

Tipps für die perfekte Brombeermarmelade
Mit oder ohne Kerne?
Brombeeren enthalten viele kleine Kerne, die für die typische Textur der Marmelade sorgen. Wenn du eine besonders feine und samtige Marmelade möchtest, kannst du die pürierten Früchte vor dem Kochen einfach durch ein feines Sieb streichen. Ich persönlich mag die kleinen Kerne sehr gerne und lasse sie daher bewusst in der Marmelade, da sie für mich genau diese besondere, leicht körnige Textur ausmachen und sie dadurch etwas rustikaler wirkt. Am Ende ist das aber natürlich Geschmackssache.
Die Gelierprobe
Mit der Gelierprobe kannst du ganz einfach testen, ob deine Marmelade die richtige Konsistenz erreicht hat. Gib dafür einen kleinen Klecks der heißen Marmelade auf einen kalten Teller und lasse ihn kurz abkühlen. Wird die Marmelade fest und verläuft nicht mehr, ist sie fertig. Falls sie noch zu flüssig ist, koche sie einfach noch 1 bis 2 Minuten weiter und wiederhole die Probe.
Kann ich gefrorene Brombeeren verwenden?
Ja, das funktioniert problemlos. Lasse die Brombeeren vor der Verarbeitung am besten vollständig auftauen und verwende den dabei austretenden Saft einfach mit. So geht kein Aroma verloren und deine Marmelade bekommt trotzdem den vollen fruchtigen Geschmack der Brombeeren.
Kann ich die Tonkabohne weglassen?
Natürlich. Die Marmelade schmeckt auch ohne Tonkabohne wunderbar aromatisch. Sie verleiht ihr lediglich eine besondere, leicht vanillige Note mit einem Hauch von Mandelaroma. Als Alternative passt auch das Mark einer Vanilleschote wunderbar zu den Brombeeren.
Brauche ich den Zitronensaft?
Der Zitronensaft ist bei dieser Brombeermarmelade kein Muss. Er sorgt für eine angenehme Frische und hebt das fruchtige Aroma der Brombeeren noch etwas hervor. Da im Gelierzucker bereits Pektin und Zitronensäure enthalten sind, die für das Gelieren sorgen, ist der zusätzliche Zitronensaft nicht notwendig, damit die Marmelade fest wird. Bei sehr süßen und säurearmen Früchten wird Zitronensaft häufig zusätzlich als Gelierhilfe eingesetzt, da die Säure das Gelieren unterstützt. Bei Brombeeren ist das aufgrund ihres natürlichen Säuregehalts jedoch nicht notwendig. Hier dient der Zitronensaft vor allem dazu, den Geschmack auszubalancieren und die fruchtige Note abzurunden, ohne dass die Zitrone dabei in den Vordergrund tritt.
Haltbarkeit
Ungeöffnete und sauber eingekochte Brombeermarmelade hält sich an einem kühlen, dunklen Ort problemlos bis zu zwei Jahre, oft auch noch länger. Nach dem Öffnen solltest du sie im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Wochen verbrauchen.
Brombeermarmelade
Diese selbstgemachte Brombeermarmelade bringt den Geschmack des Sommers ins Glas. Aus sonnengereiften, tiefschwarzen Brombeeren entsteht eine wunderbar fruchtige Marmelade mit intensivem Aroma und einer traumhaft schönen dunkelroten Farbe. Die Tonkabohne verleiht ihr dabei eine leicht vanillige Note mit einem Hauch von Mandelaroma, ohne den natürlichen Brombeergeschmack zu überdecken. Die Marmelade ist vielseitig einsetzbar und schmeckt nicht nur klassisch auf Brot oder Brötchen, sondern eignet sich auch wunderbar zum Backen. Mein Tipp: Unbedingt ein Glas für die Linzer Torte oder Plätzchen in der Weihnachtszeit aufheben.
Portionen: 7 Gläser á 240 ml Kategorie: Marmeladen & Aufstriche
Zutaten
1,5 Kilo Brombeeren
1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
500 g Gelierzucker (3:1)
Optional: Abrieb einer Tonkabohne*
Zubereitung
Die Brombeeren gründlich waschen und auf einem sauberen Geschirrtuch oder Küchenpapier gut abtropfen und trocknen lassen.
Die Brombeeren anschließend in einen großen Topf geben und mit einem Pürierstab* fein pürieren. Wenn du keine Kerne in deiner Marmelade möchtest, streichst du das Fruchtpüree vor dem Kochen einfach durch ein feines Sieb.
Wer mag, reibt jetzt noch die Tonkabohne* fein dazu.
Den Zitronensaft und Gelierzucker hinzufügen und alles gut vermischen.
Die Masse unter Rühren zum Kochen bringen und anschließend mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei ständig umrühren, damit nichts anbrennt.
Nun eine Gelierprobe machen. Wie diese funktioniert, erkläre ich dir weiter oben im Beitrag.
Die heiße Marmelade sofort randvoll in sterile Gläser* füllen und direkt fest verschließen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.
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Marianne
15. August 2026 um 11:22:16
Suuuper Dankeschööön dafür .......
Celine
Sehr gerne doch❤️
