Zum Rezept
Portionen: 16 Stück
Kategorie: Kleingebäck

Wenn der Duft von frisch gebackenen Einback durchs Haus zieht, fällt das Warten wirklich schwer. Die weichen, leicht süßen Hefebrötchen gehören für mich zu den Rezepten, die sofort Kindheitserinnerungen wecken. Wenn meine Mama zum Bäcker gegangen ist, wollte ich als Kind immer unbedingt einen Einback haben. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich damals im Auto sehnsüchtig darauf gewartet habe, dass sie endlich aus dem Laden kommt und mir einen mitbringt. Natürlich habe ich ihn dann direkt auf der Heimfahrt verschlungen – sehr zum Leidwesen meiner Mama, denn dabei wurde das ganze Auto voller Krümel. Für mich war das immer ein echter Marmeladenglas-Moment.
Außen zart goldbraun gebacken, innen unglaublich fluffig, weich und herrlich buttrig: Genau so müssen Einback sein. Ob zum süßen Frühstück mit Butter und Marmelade, in warmen Kakao getunkt oder einfach pur, noch leicht warm aus dem Ofen: Einback schmeckt einfach immer.
Viele kennen Einback nur aus der Bäckerei oder dem Supermarkt. Um ehrlich zu sein, kann ich mich auch nicht daran erinnern, dass bei uns zuhause jemals selbst Einback gebacken wurden. Dabei ist die selbst gebackene Variante oft um Welten besser und wirklich ganz einfach gemacht.
Der Hefeteig ist unkompliziert, lässt sich wunderbar verarbeiten und wird durch Eigelb und Butter besonders weich und saftig. Dass die Teiglinge im Ofen leicht aneinander backen, sorgt zusätzlich dafür, dass sie besonders saftig bleiben und sich später ganz einfach auseinanderzupfen lassen. Wenn du fluffiges Hefegebäck genauso liebst wie ich, solltest du dieses Rezept unbedingt ausprobieren.

Hast du dich eigentlich schon einmal gefragt, warum Einback überhaupt Einback heißt?
Der Name geht auf seine ursprüngliche Verwendung zurück. Früher war Einback die erste Stufe auf dem Weg zum Zwieback oder besser gesagt zum damaligen „Zweiback“. Nach dem ersten Backen entstand zunächst ein weiches, leicht süßes Hefegebäck, das bereits verzehrt werden konnte. Wurde daraus jedoch „Zweiback“ hergestellt, schnitt man das Gebäck in Scheiben und backte es ein zweites Mal. Dadurch entzog man ihm einen Großteil der Feuchtigkeit, sodass er besonders knusprig und deutlich länger haltbar wurde. Der Name erklärt sich also ganz einfach: Einback wird einmal gebacken, „Zweiback“ zweimal.
Mit der Zeit entwickelte sich Einback jedoch vom bloßen Zwischenprodukt zu einem eigenständigen Gebäck. Seine lockere, wattige Krume und die zart süßliche Note machten ihn so beliebt, dass er heute ganz bewusst als weiches Hefegebäck gebacken und verkauft wird – ganz ohne den zweiten Backvorgang.

Meine 3 wichtigsten Tipps für perfekten Hefeteig
1. Die Milch nur lauwarm erwärmen
Die Milch sollte idealerweise angenehm lauwarm sein (ca. 30–37 °C), aber auf keinen Fall heiß. Ist sie zu heiß, können die Hefezellen absterben und der Teig geht später kaum oder gar nicht auf. Kalte Milch ist hingegen überhaupt kein Problem – sie verlangsamt lediglich die Aktivität der Hefe. Dadurch braucht der Teig einfach etwas länger, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Lauwarme Milch sorgt daher vor allem dafür, dass der Gärprozess schneller in Gang kommt.
2. Die Butter erst zum Schluss einkneten
Gib die weiche Butter erst dann zum Teig, wenn sich die übrigen Zutaten bereits miteinander verbunden haben. Butter umhüllt die Mehlbestandteile und kann so die Ausbildung des Glutengerüsts erschweren. Wird sie erst später eingeknetet, entwickelt der Teig zunächst ein stabiles Klebergerüst und wird anschließend durch die Butter wunderbar weich, geschmeidig und saftig.
3. Geduld beim Kneten – und nicht sofort mehr Mehl hinzufügen
Ein guter Hefeteig braucht Geduld. Gerade am Anfang wirkt er häufig noch sehr klebrig. Das ist völlig normal. Gib deshalb nicht direkt zusätzliches Mehl dazu, sondern knete den Teig erst einmal ausdauernd weiter. Mit der Zeit entwickelt sich das Glutengerüst und der Teig löst sich nach und nach von der Schüssel. Sollte er danach noch etwas klebrig sein, lass ihn einfach 10–15 Minuten abgedeckt ruhen. Anschließend lässt er sich problemlos zu einer glatten Kugel formen. So bleibt der Teig schön weich und wird später besonders fluffig.
Einback
Wenn der Duft von frisch gebackenen Einback durchs Haus zieht, fällt das Warten wirklich schwer. Die weichen, leicht süßen Hefebrötchen gehören für mich zu den Rezepten, die sofort Kindheitserinnerungen wecken. Außen zart goldbraun gebacken, innen unglaublich fluffig, weich und herrlich buttrig: Genau so müssen Einback sein. Ob zum süßen Frühstück mit Butter und Marmelade, in warmen Kakao getunkt oder einfach pur, noch leicht warm aus dem Ofen: Einback schmeckt einfach immer. Mit diesem Rezept kannst du ab sofort Einback ganz einfach zuhause selbst backen – und er schmeckt garantiert noch viel besser als gekauft.
Portionen: 16 Stück Kategorie: Kleingebäck
Zutaten
Hefeteig:
600 g Mehl
285 g Vollmilch
20 g Frischhefe
150 g Zucker
2 Eigelb
1/2 TL Salz
90 g Butter, weich
Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch
Zubereitung
Die Milch in der Mikrowelle oder im Topf leicht erwärmen. Die Hefe gemeinsam mit 1 EL der Zuckermenge in der Milch auflösen.
Alle Zutaten, bis auf die Butter, in eine Schüssel geben und gut miteinander verkneten.
Die Butter hinzugeben und so lange kneten, bis ein schöner glatter Teig entstanden ist.
Den Teig zu einer Kugel formen und für ca. 2 h abgedeckt gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
Den Teig zu 16 Teiglingen á ca. 70-75 g portionieren.
Die Teiglinge zunächst zu Kugeln schleifen. Die Kugel mit der Hand flach drücken, zu einer Stange aufrollen, Naht verschließen (mit den Fingern zusammendrücken) und den Teigling in die Länge rollen (ca. 12 cm lang).
Die Teiglinge mit etwas Abstand in zwei Reihen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Der Abstand sollte nicht zu groß sein, damit die Teiglinge im Ofen aneinander backen. Abgedeckt nochmals 45-60 min gehen lassen.
Eigelb und Milch verquirlen und die Teiglinge damit bestreichen.
Bei 180°C O/U ca. 25 min goldbraun backen.
*Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Ich empfehle nur Produkte, von denen ich auch selbst überzeugt bin.
Teile das Rezept:
Hat dir das Rezept gefallen?
Dein Feedback hilft anderen Backfans und motiviert mich sehr!
Es fehlen noch Angaben. Bitte überprüfe die markierten Felder.
Vielen lieben Dank für dein Feedback :)
