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Hildabredle

11.01.2026

Hildabredle – ein badischer Plätzchen-Klassiker!

Portionen:

32 Stück

Kategorie:

Weihnachten

Hildabredle

Hildabredle gehören für mich ganz klar in die Kategorie „Klassiker, die einfach immer gehen“. Diese feinen Mürbeteigplätzchen mit ihrer fruchtigen Marmeladenfüllung sind nicht extravagant und nicht spektakulär - und vermutlich genau deshalb so gut. Sie sind zart, buttrig und haben dieses besondere Gleichgewicht aus Süße und Säure, das bei mir sofort Erinnerungen an Weihnachten und Kindheit weckt. Bei uns zuhause durften sie auf keinem Plätzchenteller fehlen, und ehrlich gesagt wandern sie auch heute noch schneller vom Blech in den Mund, als man überhaupt schauen kann.

Hildabredle

Wie heißen sie denn nun eigentlich: Hildabredle, Hildabrötchen, Spitzbuben oder Linzer Plätzchen?

 

Bei uns im Badischen kennt man sie vor allem als Hildabrötchen oder Hildabredle und hier haben diese Plätzchen echte Tradition. Ihren Namen verdanken sie der Großherzogin Hilda von Nassau, der letzten Großherzogin von Baden. Angeblich gehörten genau diese gefüllten Mürbeteigplätzchen zu ihren absoluten Favoriten. Auch wenn es dazu – wie so oft bei überlieferten Rezepten – unterschiedliche Versionen gibt, gilt als sicher: Ihr Ursprung liegt im süddeutschen Raum, besonders in Baden und Schwaben.

 

In Baden sind diese Kekse sogar so gefragt, dass man sie das ganze Jahr hindurch in Bäckereien und Konditoreien findet. In Freiburg werden sie wöchentlich auf dem Münstermarkt verkauft.

 

Über die Region hinaus sind sie international bekannt, etwa als „Linzer Augen“ oder „Spitzbuben“, wobei jede Gegend ihre eigene Variante und ihre ganz eigenen Regeln pflegt. Ob rund, herzförmig oder mit gezacktem Rand, ob gefüllt mit Johannisbeer-, Himbeer- oder Aprikosenmarmelade – im Kern bleibt alles gleich: zwei zarte Mürbeteighälften, die von einer fruchtigen Mitte zusammengehalten werden. Und vielleicht ist genau das ihr Geheimnis: Sie sind schlicht, traditionsreich und haben über Generationen hinweg ihren festen Platz in den Backstuben behauptet.

Hildabredle

Das Rezept stammt ursprünglich von einem Arbeitskollegen meines Papas und ist seit vielen Jahren fester Bestandteil bei uns. Mein Papa – der größte Plätzchenkritiker überhaupt – hat die Hildabredle damals dort probiert und war sofort begeistert. Seitdem müssen meine Oma, meine Mama und inzwischen auch ich sie immer wieder genau nach diesem Rezept backen.

 

Das Rezept ist aber auch wirklich genial, da es absolut anfängertauglich ist. In den Mürbeteig kommt ein ganzes Ei und und genau so viel Butter, dass er sich wunderbar verarbeiten lässt.

 

Meine Tipps für deine Hildabredle:

 

  • Mürbeteig lässt sich auf verschiedene Arten zubereiten: Manche hacken die Zutaten, andere kneten von Hand oder mit Knethaken, wieder andere rühren zuerst. Eine entscheidende Regel gilt jedoch immer: Den Teig auf keinen Fall zu lange bearbeiten!

    Wird Mürbeteig zu lange geknetet, wird er „brandig“. Dabei löst sich das Fett vom Mehl. Der Teig hält dann nicht mehr richtig zusammen und reißt oder bröselt beim Ausrollen. Aus diesem Grund sollte Mürbeteig immer rasch verarbeitet werden. 

 

  • Mürbeteig lässt sich sowohl mit kalter als auch mit zimmerwarmer, weicher Butter zubereiten – ich nutze beide Varianten regelmäßig. In diesem Rezept wird die weiche Butter zuerst mit dem Zucker cremig gerührt. Das hat den Vorteil, dass sich Butter und Zucker direkt schön verbinden können. Das Mehl wird danach wirklich nur noch kurz untergeknetet. Alternativ kannst du natürlich auch kalte Butter verwenden und alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten.

 

  • Einen Mürbeteig solltest du vor dem Weiterverarbeiten immer kaltstellen – mindestens eine halbe Stunde, damit die Butter wieder fest wird. Je länger er im Kühlschrank ruht, desto besser lässt. Ich bereite meinen Mürbeteig deshalb gerne schon am Vortag zu. Eingepackt hält er sich 2 bis 3 Tage im Kühlschrank, du kannst ihn aber auch problemlos einfrieren und bis zu drei Monate im Gefrierschrank lagern.

 

  • Welche Ausstecher du für deine Hildabredle nutzen möchtest, bleibt natürlich dir überlassen. Meine Oma hat sie ganz klassisch rund ausgestochen und einen Apfelentkerner für das Loch genutzt. Inzwischen gibt es aber auch online viele tolle Ausstecher, zum Beispiel auch mit Auswerfer. 

 

  • Welche Ausstecher du für deine Hildabredle nutzen möchtest, bleibt ganz dir überlassen. Meine Oma hat sie ganz klassisch rund ausgestochen und einen Apfelentkerner für das Loch genutzt. Heute gibt es online aber viele tolle Formen, zum Beispiel Ausstecher mit praktischem Auswerfer*.

 

  • Bei der Marmelade kannst du nach Lust und Laune wählen. Ich greife am liebsten zu selbstgemachtem Johannisbeergelee von meiner Oma. Hast du Marmelade mit Kernen, solltest du sie am besten durch ein Sieb streichen: Ohne Kerne lässt sie sich viel leichter auf den Plätzchen verteilen.

 

  • Damit sich die Marmelade gut auf den Mürbeteigplätzchen verteilen lässt, kannst du sie vorher leicht in einem Topf erwärmen. Alternativ nutze ich gerne diese kleine Dekorierflasche von Kaiser*. Damit lässt sich die Marmelade super präzise auftragen. Die Flasche kannst du sogar im Wasserbad erwärmen, perfekt also auch für alle Schokoladendekorationen.

 

  • Zum Schluss kannst du noch wählen: Entweder bestäubst du die Plätzchen mit Puderzucker oder verzierst sie mit Zuckerguss – beide Varianten schmecken herrlich!

Hildabredle

Hildabredle sind echte badische Plätzchenklassiker: zarte, buttrige Mürbeteigplätzchen mit fruchtiger Marmeladenfüllung, die seit Generationen in Baden zuhause sind. Hier kennt man sie vor allem als Hildabredle oder Hildabrötchen. Sie sind nicht extravagant und nicht spektakulär – und vermutlich genau deshalb so gut. Über Baden hinaus sind sie auch als Linzer Augen oder Spitzbuben bekannt.

Hildabredle
average rating is 5 out of 5, based on 1 votes, Bewertungen

Portionen:

32 Stück

Kategorie:

Weihnachten

Zutaten

Teig:

  • 125 g Butter, weich

  • 125 g Zucker

  • 1 Pck. Vanillezucker

  • 1 Ei

  • 1 Prise Salz

  • 250 g Mehl

  • 1 Msp. Backpulver

 

Füllung:

  • Gelee deiner Wahl z.B. Johannisbeergelee

 

Glasur:

  • Puderzucker

  • Zitronensaft

Zubereitung

Teig:

  1. Butter schaumig rühren, dann Zucker, Vanillezucker und Prise Salz unterrühren.

  2. Ei dazu geben und alles schön cremig rühren.

  3. Mehl und Backpulver mischen und unterkneten (entweder von Hand oder mit den Knethaken des Handrührgeräts). Nur so lange kneten, bis das Mehl nicht mehr sichtbar ist.

  4. Den Teig für mind. 2-3 h kaltstellen, am besten über Nacht in den Kühlschrank.

  5. Den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3-4 mm dick ausrollen.

  6. Plätzchen in Form deiner Wahl ausstechen, die Hälfte davon mit einem Loch in der Mitte.

  7. Die Plätzchen auf mit Backpapier belegten Backblechen platzieren und bei 180°C O/U ca. 10-12 min backen, bis sie am Rand ganz leicht goldbraun werden.

  8. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

 

Glasur und Füllung:

  1. Puderzucker mit Zitronensaft zu einer streichfähigen Glasur mischen.

  2. Die Plätzchendeckel mit Loch mit der Glasur bestreichen und trocknen lassen.

  3. Anschließend mithilfe eines Teelöffels oder einer Dekorierflasche* etwas Gelee auf die Keksböden ohne Loch geben und jeweils mit einem Deckel mit Loch zusammensetzen.

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