
Winter ist Orangenzeit!
Wenn es draußen grau und kalt ist, holen wir uns die Sonne einfach ins Glas. Diese Orangenmarmelade ist für mich purer Wintergenuss: intensiv fruchtig, herrlich aromatisch und mit genau der richtigen Balance aus Süße und feiner Bitterkeit. Durch frisch gepressten Saft und feine Zesten schmeckt sie nicht einfach nur nach Orange, sondern nach echter Orange. Mit Vanille, Tonkabohne oder einem kleinen Schuss Orangenlikör kannst du sie ganz nach deinem Geschmack verfeinern.
Dieses Rezept stammt von meiner Nachbarin, die viele Jahre in Alicante in Spanien gelebt hat. Dort hat sie ihre Orangenmarmelade immer weiter verfeinert und mir zahlreiche wertvolle Tipps verraten. Ich liebe ihr Rezept, denn es ist herrlich unkompliziert und trotzdem voller Geschmack.
Statt die Orangen mühsam zu filetieren, werden sie einfach ausgepresst und nur mit etwas Zeste eingekocht. Meine Nachbarin hat die Orangen früher selbst jahrelang aufwendig filetiert, bis sie von einer Spanierin den entscheidenden Tipp bekam, dass das für eine aromatische Marmelade gar nicht nötig ist. Den zusätzlichen Aufwand kann man sich also sparen.
Ich habe mir diesen Tipp direkt zu Herzen genommen und wurde mit einer unglaublich leckeren, fruchtigen Orangenmarmelade belohnt. Perfekt fürs Frühstück, als selbstgemachtes Mitbringsel oder einfach, um ein paar Gläser Sonne auf Vorrat im Schrank zu haben.

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Damit du die Orangenmarmelade ganz nach deinem persönlichen Geschmack zubereiten kannst, habe ich dir hier ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt:
Orangenmarmelade hat oft eine leichte Bitternote. Diese entsteht vor allem durch die weiße Haut und die Schale der Orangen, da sie Bitterstoffe enthalten, die insbesondere beim Kochen freigesetzt werden. Wenn du kaum oder gar keine Bitterkeit möchtest, lass die Zesten einfach weg oder verwende nur die Zeste einer Bio-Orange.
Damit deine Marmelade nicht zu bitter wird, achte beim Abschälen der Schale darauf, möglichst wenig von der weißen Haut mitzunehmen.
Alternativ kannst du die Schale auch fein abreiben. So kannst du besser sicherstellen, dass keine weiße Haut mit in die Marmelade gelangt. Ich nutze hier die Microplane Premium Classic Zester Reibe* und kann sie dir wirklich nur empfehlen. Für mich ist sie mit Abstand die beste Reibe auf dem Mark. Damit geht das Reiben wirklich mühelos.
Magst du keine größeren Zestenstücke in deiner Marmelade, kannst du sie natürlich ganz weglassen oder ebenfalls fein reiben.
Ob du den frisch gepressten Orangensaft durch ein Sieb gießt, bleibt ganz dir überlassen. Wenn dich kleine Fruchtfleischstückchen nicht stören, kannst du sie problemlos mitkochen.
Meine Nachbarin verfeinert ihre Orangenmarmelade gern mit dem Mark einer Vanilleschote. Ich habe alternativ den Abrieb einer halben Tonkabohne ausprobiert – beide Varianten schmecken wunderbar. Nimm einfach das, was du am liebsten magst.
Für das gewisse Extra kommt im Rezept meiner Nachbarin ein Schuss Orangenlikör oder Cognac in die Marmelade. Da ich beides nicht im Haus hatte, habe ich stattdessen STROH 80 verwendet. Das hat der Marmelade ein richtig tolles Aroma verleihen.

Was ist eine Gelierprobe?
Die Gelierprobe ist ein einfacher Trick beim Marmeladekochen. Damit kannst du ganz einfach prüfen, ob deine Marmelade nach dem Abkühlen schon die perfekte Konsistenz hat oder noch ein bisschen köcheln muss.
Wie du eine Gelierprobe machst:
Stell‘ vor dem Kochen einen kleinen Teller in den Gefrierschrank. Alternativ geht auch der Kühlschrank.
Gib‘ einen Klecks heiße Marmelade auf den kalten Teller.
Kurz abkühlen lassen. Bei einem sehr kalten Teller reichen 20-30 Sekunden.
Wird der Marmeladenklecks fest und bleibt stehen, ist die Marmelade fertig. Läuft der Klecks noch auseinander, die Marmelade einfach noch eine Minute weiterkochen und erneut testen.
Tipp: Die Marmelade wird beim vollständigen Abkühlen noch ein kleines bisschen fester, also keine Sorge, wenn sie beim Test noch nicht super fest ist.
Orangenmarmelade
Winter ist Orangenzeit! Wenn es draußen grau und kalt ist, holen wir uns die Sonne einfach ins Glas. Diese Orangenmarmelade ist intensiv fruchtig, herrlich aromatisch und wunderbar unkompliziert. Das Rezept stammt von meiner Nachbarin, die viele Jahre in Alicante gelebt und ihre Marmelade dort perfektioniert hat. Statt die Orangen mühsam zu filetieren, werden sie einfach ausgepresst und mit etwas Zeste eingekocht – für puren Wintergenuss, perfekt fürs Frühstück oder als kleines Mitbringsel.

Portionen:
4 Gläser à 250 ml
Kategorie:
Marmeladen & Aufstriche
Zutaten
750 ml Orangensaft, frisch gepresst (entspricht ca. 1,5 kg Orangen, ungefähr 8 mittelgroße Orangen)
Zeste von 2-3 Bio-Orangen (Schale verzehrbar)
Hinweis: Der Saft der Bio-Orangen kann natürlich auch verwendet werden.
500 g Gelierzucker (2:1)
Optional: Abrieb einer 1/2 Tonkabohne oder Mark einer Vanilleschote
Optional: 1-2 cl Orangenlikör, Cognac oder Rum (z.B. STROH 80)
Zubereitung
1. Die Bio-Orangen heiß abwaschen und abtrocknen. Mit einem Sparschäler die Schale dünn abschälen und anschließend in sehr feine Streifen schneiden. Beim Abschälen darauf achten, dass so wenig weiße Stellen wie möglich an der Schale sind. Die Zesten geben der Marmelade eine feine Bitternote. Wenn du das nicht magst, kannst du sie einfach weglassen oder nur eine Bio-Orange verwenden. Alternativ die Schale ganz fein abreiben – so wird das Aroma milder.
2. Die Orangen auspressen und den Saft durch ein feines Sieb in einen Topf gießen. Die geschälten Bio-Orangen kannst du natürlich auch auspressen. In Summe benötigst du 750 ml Saft.
3. Gelierzucker, Orangenzesten sowie optional den Abrieb einer halben Tonkabohne und einen Schuss Orangenlikör hinzugeben.
4. Unter Rühren aufkochen, dann für ca. 4 Minuten unter ständigem Rühren sprudelnd weiterkochen lassen.
5. Gelierprobe durchführen. Falls du hier eine Erklärung benötigst, schaue gerne im Beitrag weiter oben bei meinen Tipps.
6. Die heiße Marmelade sofort randvoll in sterile Gläser abfüllen und direkt gut verschließen. Die Marmelade vollständig auskühlen lassen.
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