
Ein Klassiker, der bei uns an Ostern garantiert nicht fehlen darf, ist ein traditionelles Osterlamm. Irgendwie gehört es für mich einfach zu Ostern dazu. Schon früher hat meine Oma für jedes Kind zum Ostersonntag ein eigenes Osterlamm gebacken und wenn ich ehrlich bin, bestehen wir auch heute alle noch darauf.
Beim Osterlamm scheint es jedoch eine große Sorge zu geben, die ich immer wieder höre: die fast schon panische Angst vor einem trockenen Osterlamm. Viele haben vermutlich schon einmal die Erfahrung gemacht, dass das Lamm aus der Form zwar unglaublich niedlich aussieht, beim Anschneiden aber eher trocken und bröselig ist. Dabei lässt sich ein lockeres und saftiges Osterlamm mit dem richtigen Teig und ein wenig Aufmerksamkeit beim Backen eigentlich ganz unkompliziert hinbekommen.
Die meisten Osterlamm-Rezepte bestehen entweder aus einem klassischen Rührteig oder aus einem luftigen Biskuit. Meine Oma backt unsere Osterlämmer, seit ich denken kann, immer aus einem hellen, lockeren Biskuit.
Grundsätzlich kannst du aber jeden beliebigen Rührteig in deine Osterlamm-Form füllen – das funktioniert tatsächlich in fast allen Varianten. Ein Rührteig wird meist etwas saftiger, während ein Biskuit eher luftig und locker ist. Mir persönlich schmecken beide Versionen richtig gut, deshalb fällt mir die Entscheidung jedes Jahr schwer.
Da ich aber schon ziemlich sicher weiß, dass meine Oma wieder ein helles Biskuit-Lamm backen wird, habe ich mich dieses Jahr für einen besonders saftigen Schoko-Rührteig entschieden. Und ich weiß jetzt schon: Mein Papa wird sich über ein schokoladiges Osterlamm ganz besonders freuen.

Welche Zutaten kommen in meinen besonders saftigen Schoko-Rührteig?
Butter: Sie sorgt für Geschmack und macht dein Osterlamm schön saftig. Für Rührteige sollte die Butter zimmerwarm und weich sein, damit sie sich gut aufschlagen und gleichmäßig mit den übrigen Zutaten verbinden lässt.
Zucker: Klassischer weißer Haushaltszucker sorgt nicht nur für die notwendige Süße, sondern hilft auch dabei, dass das Osterlamm schön locker wird und eine leichte Bräune bekommt. Außerdem bindet Zucker Flüssigkeit im Teig, sodass das Osterlamm saftig bleibt und nicht so schnell austrocknet.
Salz: Ungeschriebenes Gesetz meiner Oma - in jeden süßen Teig gehört etwas Salz. Es verstärkt den Geschmack, balanciert die Süße aus und sorgt dafür, dass der Teig noch besser schmeckt.
Eier: Sie binden den Teig, sorgen für Stabilität und machen ihn gleichzeitig locker und fluffig.
Mehl: Ich verwende für alle meine Rührteige das haushaltsübliche Weizenmehl Type 405. Es gibt dem Rührteig seine typische Struktur, Stabilität und Textur.
Backpulver: Darf in keinem Rührteig fehlen. Es sorgt dafür, dass das Osterlamm schön aufgeht und nicht kompakt oder speckig wird.
Sahne: Mein kleines Saftigkeits-Geheimnis: Sie macht das Osterlamm besonders zart und saftig und sorgt dafür, dass es länger frisch bleibt.
Kakao: Für die klassische dunkle Farbe und einen intensiven Schokogeschmack kommt ungesüßter Backkakao in den dunklen Teig. In meinem Schoko-Rührteig verwende ich jedoch nur eine kleine Menge, damit das Osterlamm saftig bleibt und nicht zu trocken wird.
Vollmilch- und Zartbitterschokolade: Statt nur Kakao im dunklen Teig verwende ich eine Kombination aus Vollmilch- und Zartbitterschokolade. Sie macht den dunklen Teil besonders saftig und intensiv schokoladig, sodass dein Osterlamm garantiert nicht trocken wird.
Rum: Ein kleiner Schuss Rum im Teig sorgt für extra Aroma - ein kleiner Geheimtrick meiner Oma. Alternativ kannst du auch etwas Rum-Aroma verwenden oder einfach einen Schuss Milch.

Nachfolgend habe ich für dich alle Tipps zusammengestellt, die mir meine Oma als echte Osterlamm-Expertin im Laufe der Jahre mitgegeben hat:
Zutaten auf Zimmertemperatur: Lass Eier und Butter vorher auf Zimmertemperatur kommen - dann lassen sich die Zutaten viel besser verbinden und der Teig bekommt die perfekte Konsistenz. Auch die Sahne sollte Zimmertemperatur haben. Alternativ kannst du sie kurz lauwarm im Topf oder in der Mikrowelle erwärmen.
Eier nach und nach einrühren: Gib die Eier einzeln zur Butter-Zucker-Mischung und rühre jedes Ei etwa eine Minute gründlich unter. So verteilt sich die Flüssigkeit gleichmäßig, die Butter bleibt stabil und die Luft, die für einen lockeren Teig sorgt, geht nicht verloren.
Trockene Zutaten nur kurz unterrühren: Nachdem Butter, Zucker und Eier schön luftig geschlagen sind, werden Mehl, Kakao oder andere trockene Zutaten nur noch kurz untergerührt. Der Grund: Zu langes oder zu starkes Rühren aktiviert das Gluten im Mehl, wodurch der Teig zäh wird und der Kuchen nach dem Backen trocken und kompakt statt locker und saftig ist.
Die Osterlamm-Form gründlich einfetten: Gerade bei der filigranen Osterlamm-Form kann der Teig leicht an den kleinen Details hängen bleiben, und dann droht das niedliche Lamm beim Herauslösen zu zerbrechen. Deshalb unbedingt darauf achten, wirklich jede Ecke sorgfältig einzufetten und nichts auszusparen. Anschließend die Form noch mit etwas Mehl oder Paniermehl ausstäuben. So lässt sich das Osterlamm nach dem Backen problemlos aus der Form stürzen, behält seine schöne Form und nichts bleibt haften.
Die richtige Osterlamm-Form verwenden: Wenn es um das perfekte Osterlamm geht, macht eine gute Form wirklich einen erheblichen Unterschied. Für mich sind zwei Dinge entscheidend: eine gute Antihaft-Beschichtung und ein einfaches, auslaufsicheres Verschließen. Die meisten Osterlamm-Formen bestehen aus zwei Hälften, die vor dem Backen zusammengesetzt werden müssen. Mit komplizierten Modellen kann man sich so schnell die Freude am Backen verderben. Läuft der Teig beim Backen heraus oder lassen sich die Hälften nur schwer zusammenfügen, ist Frust vorprogrammiert. Achte also beim Kauf unbedingt auf diese Punkte - das macht dein Osterlamm-Backerlebnis gleich viel angenehmer. Ich persönlich kann dir unter anderem diese Osterlamm-Backform* sehr empfehlen, es gibt aber auch noch einige andere sehr gute Modelle auf dem Markt.
Die Form richtig befüllen: Ein häufiger Fehler beim Backen von Osterlämmern ist, die Form zu voll zu machen. Der Teig geht beim Backen noch auf, und wenn die Form zu hoch gefüllt ist, quillt der Teig schnell über und das Lamm verliert seine schöne Silhouette. Fülle die Form daher nur etwa zu 3/4. Achte außerdem darauf, dass der Teig richtig verteilt ist, damit alle Details schön ausgefüllt sind. So wird dein Osterlamm gleichmäßig gebacken und behält nach dem Stürzen seine schöne Form. Tipp: Sollte die Form doch einmal zu voll gewesen sein und der Teig beim Backen überlaufen, ist das aber kein Drama: Nach dem Backen lässt sich das Lamm am Boden ganz einfach mit einem Messer begradigen, sodass es wieder schön gleichmäßig aussieht.
Auf die Backzeit achten: Die Backzeit ist beim Osterlamm entscheidend, damit es saftig und locker bleibt. Backe das Lamm nicht zu lange, sonst wird der Teig trocken. Gleichzeitig solltest du darauf achten, die Ofentür in den ersten 30 Minuten geschlossen zu halten. Öffnest du sie zu früh, kann der Teig zusammenfallen.
Ob dein Osterlamm fertig gebacken ist, überprüfst du am besten mit der Stäbchenprobe: Stecke hierfür ein dünnes Holzstäbchen in die dickste Stelle des Lammkörpers. Bleibt noch Teig daran kleben, braucht das Lamm noch ein paar Minuten. Kommt es sauber heraus, ist das Lamm fertig gebacken.
Vor dem Stürzen abkühlen lassen: Lass das Lamm nach dem Backen unbedingt etwa 15 Minuten in der Form abkühlen, bevor du es vorsichtig herauslöst. Wird es zu früh gestürzt, ist die Gefahr groß, dass das zarte Lamm zerbricht. Mit ein bisschen Geduld behält dein Osterlamm seine perfekte Form und sieht genauso hübsch aus, wie es gebacken wurde.
Schoko Osterlamm
Ein Klassiker, der bei uns an Ostern garantiert nicht fehlen darf, ist ein traditionelles Osterlamm. Irgendwie gehört es für mich einfach zu Ostern dazu. Schon früher hat meine Oma für jedes Kind zum Ostersonntag ein eigenes Osterlamm gebacken und wenn ich ehrlich bin, bestehen wir auch heute noch alle darauf.
Mit diesem Rezept backst du eine herrlich saftige und zugleich luftige Schoko-Variante, die garantiert jedem Schoko-Fan ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Sie ist einfach in der Zubereitung, bleibt schön locker und punktet mit extra Schokoladigkeit - perfekt als süßer Hingucker auf deinem Ostertisch.
Bewertungen:
1

Portionen:
2 Stück (à 700 ml)
Kategorie:
Ostern
Utensilien
Zutaten
Teig:
125 g Butter
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier (Größe M)
Prise Salz
200 g Mehl
2 TL Backpulver
2 EL Kakao, ungesüßt
100 g Sahne, flüssig
100 g Vollmilchschokolade
50 g Zartbitterschokolade
1 EL Rum (alternativ: 1 EL Milch)
Zum Fetten:
Margarine
Mehl
Zum Verzieren:
Puderzucker
Zubereitung
Die Lammformen gut mit Margarine fetten und mit Mehl ausstäuben.
Schokolade fein hacken.
Butter mit Zucker, Vanillezucker und Prise Salz für einige Minuten cremig rühren.
Die Eier einzeln jeweils für ca. eine Minute einrühren.
Mehl mit Backpulver und Kakaopulver mischen und die Hälfte davon unterrühren. Die Sahne einrühren. Den Rest des Mehlgemischs einrühren.
Den Rum unterrühren.
Zuletzt die fein gehackte Schokolade unterheben.
Den Teig auf die beiden Lammformen verteilen.
Bei 175°C O/U ca. 35-40 min backen. Stäbchenprobe durchführen.
Ca. 15 Minuten auskühlen lassen, dann vorsichtig aus den Formen lösen. Vollständig auskühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben
*Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Ich empfehle nur Produkte, von denen ich auch selbst überzeugt bin.
Teile das Rezept:
Hast du das Rezept schon ausprobiert?
Dann erzähl' mir unbedingt, wie es geklappt hat!
Ob Frage, Tipp oder kreative Abwandlung - ich freu mich mega auf dein Feedback (und alle anderen auch)!