
Diese super weichen und fluffigen Schokobrötchen wie vom Bäcker sind für mich pures Kindheitsglück. Ich habe sie schon als Kind geliebt. Am liebsten noch leicht warm, wenn die Schokolade innen gerade anfängt zu schmelzen.
Genau dieses Gefühl wollte ich wieder haben: ein richtig weiches Brötchen, das man auseinanderzieht und bei dem man sofort weiß, warum man es so gern gegessen hat.
Sobald die Schokobrötchen im Ofen sind, duftet die ganze Küche nach Schokolade und frischem Hefeteig, genau wie früher beim Bäcker. Nach vielen Backversuchen kann ich ehrlich sagen: Das sind meine liebsten Schokobrötchen überhaupt. Ich behaupte, sogar besser als die vom Bäcker. Sie bleiben lange fluffig, sind perfekt süß und gelingen ganz unkompliziert. Ob zum Sonntagsfrühstück, als süßer Snack zwischendurch oder zum Einfrieren auf Vorrat: diese Schokobrötchen gehen einfach immer.

Was brauchen wir für einen richtig guten Hefeteig?
• Hefe: Ich nehme am liebsten Frischhefe, aber Trockenhefe geht natürlich auch.
Ob Frisch- oder Trockenhefe besser ist, darüber wird unter Bäcker*innen gerne diskutiert. Viele schwören auf Frischhefe wegen ihres besseren Geschmacks und der besseren Triebkraft, andere sehen zwischen beiden Varianten keinen Unterschied im Backergebnis.
Am Ende spricht vor allem die lange Haltbarkeit für Trockenhefe. Frischhefe ist gekühlt nur ca. zwei Wochen haltbar. (Tipp: Frischhefe kann jedoch bis zu 6 Monate eingefroren werden.) Ein weiterer Vorteil der Trockenhefe: Im Gegensatz zur Frischhefe muss sie nicht erst in Flüssigkeit aufgelöst werden, sondern kann direkt ins Mehl gegeben werden.
In der Regel entspricht 1/2 Würfel Frischhefe (21 g) einem Päckchen Trockenhefe (7 g) d.h. du kannst einfach die Menge an Frischhefe durch 3 teilen und erhältst dann die benötigte Menge an Trockenhefe.
• Flüssigkeit: Milch für süße Hefeteige, Wasser für herzhafte Varianten. Die Flüssigkeit sollte lauwarm sein, um die Hefe optimal zu aktivieren. Ich erwärme die Milch hierfür immer kurz in der Mikrowelle oder in einem Topf.
Zu niedrige Temperaturen verlangsamen die Gärung. Aber Achtung: Zu heiße Milch kann die Hefezellen töten und dein Teig wird dann nicht aufgehen. Ideal liegt die Temperatur bei etwa 30-37 °C, also angenehm handwarm.
• Zucker: nicht nur für den Geschmack, sondern auch als kleiner Energieschub für die Hefe.
Zucker ist nicht unbedingt notwendig, um Hefe zu aktivieren, da Hefe aus der Stärke im Mehl Zucker gewinnen kann. Die Zugabe von Zucker kann jedoch den Gärungsprozess beschleunigen, verglichen mit der Zeit, die die Hefe benötigt, um den Zucker aus der Stärke des Mehls zu spalten.
Darüber hinaus trägt Zucker zur Bräunung der Kruste bei und kann dem Hefegebäck eine goldbraune Farbe und einen besseren Geschmack verleihen.
• Eigelb: Im Hefeteig setze ich lieber auf Eigelb statt auf ganze Eier. Eigelb macht Hefeteig saftiger, geschmeidiger und reicher im Geschmack. Es enthält Fett und Lecithin, das als Emulgator wirkt und die Zutaten bindet. Im Gegensatz zum Eiklar, das den Teig austrocknen kann, sorgt das Eigelb für eine weichere und feinporigere Krume sowie eine schöne goldgelbe Farbe. Es rundet den Geschmack durch seinen natürlichen Fettgehalt ab.
• Butter: Sie sorgt für den herrlich aromatischen Geschmack, macht die Krume schön zart und geschmeidig und hält den Teig richtig saftig. Außerdem hilft sie, dass das Gebäck länger frisch bleibt.
• Mehl: Das darf natürlich als Hauptzutat in keinem Hefeteig fehlen. Für feine, helle Teige wie süßen Hefeteig eignen sich vor allem helle Weizenmehle wie Type 405 oder 550. Type 405 ist feiner vermahlen, wohingegen 550 gröber vermahlen ist und mehr Schalenteile enthält. Für Hefeteig ist Type 550 die bessere Wahl, da es mehr Klebereigenschaften hat und lockerere Gebäcke ermöglicht. In meinen Rezepten funktioniert Type 405 aber auch ohne Probleme und kommt bei mir ebenfalls sehr häufig zum Einsatz.
• Salz: Ungeschriebenes Gesetz meiner Oma – in jeden süßen Teig gehört etwas Salz. Es verstärkt den Geschmack, balanciert die Süße aus und sorgt dafür, dass das Gebäck noch besser schmeckt.
• Optional kann dem Teig noch etwas Vanille-Paste hinzugefügt werden. Das verleiht dem Teig eine leichte, süßliche Vanille-Note und rundet den Geschmack ab.

Die Schokobrötchen kannst du entweder dicht an dicht in einer Form oder einzeln auf dem Backblech backen. In der Form gebacken bleiben sie besonders saftig und weich, da sie sich gegenseitig stützen und weniger Feuchtigkeit verlieren. Auf dem Backblech werden sie etwas rustikaler und rundum leicht knusprig. Beides funktioniert wunderbar, sodass du ganz nach Geschmack und Vorliebe entscheiden kannst.
Ich backe sie am liebsten in der Form und verwende dafür meine emaillierte Auflaufform von Kaiser*, in der die Brötchen perfekt Platz haben, gleichmäßig aneinander backen und schön saftig bleiben. Durch die Emaillebeschichtung ist sie außerdem schnitt- und kratzfest und eignet sich ideal zum Servieren direkt aus der Form.
Wenn mal ein paar Brötchen übrig bleiben (was vermutlich selten der Fall ist), ist das überhaupt kein Problem. Sie lassen sich super aufbewahren und einfrieren. Einfach abkühlen lassen, in eine luftdichte Box oder einen Gefrierbeutel packen und ab in den Gefrierschrank. Bei Bedarf kannst du sie dann kurz auftauen lassen oder ein paar Minuten im Ofen aufbacken und schon schmecken sie wie frisch gebacken. Perfekt also, um immer ein paar Lieblingsbrötchen auf Vorrat zu haben.
Schokobrötchen
Diese super weichen und fluffigen Schokobrötchen sind für mich pures Kindheitsglück. Am liebsten noch leicht warm, wenn die Schokolade innen gerade schmilzt. Das sind wirklich meine liebsten Schokobrötchen überhaupt, sogar besser als beim Bäcker. Sie sind perfekt süß, bleiben wunderbar fluffig und gelingen ganz unkompliziert. Ob zum Sonntagsfrühstück, als süßer Snack zwischendurch oder zum Einfrieren auf Vorrat: diese Schokobrötchen gehen einfach immer.

Portionen:
16 Stück
Kategorie:
Kleingebäck
Zutaten
Hefeteig:
600 g Mehl
285 g Vollmilch
25 g Frischhefe
125 g Zucker
2 Eigelb
1/2 TL Salz
90 g Butter, weich
150 g Schokotröpfchen, Zartbitter
Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch
Zubereitung
Die Milch in der Mikrowelle oder im Topf leicht erwärmen. Die Hefe gemeinsam mit 1 EL der Zuckermenge in der Milch auflösen.
Alle Zutaten, bis auf die Butter und Schokotröpfchen, in eine Schüssel geben und gut miteinander verkneten.
Die Butter hinzugeben und so lange kneten, bis ein schöner glatter Teig entstanden ist. Keine Sorge, wenn der Teig anfangs klebrig ist. Einfach weiterkneten und kein zusätzliches Mehl einarbeiten – mit etwas Geduld wird er schön glatt.
Zum Schluss die Schokotröpfchen unterkneten. Nicht zu lange kneten, damit sie nicht zu schmelzen beginnen.
Den Teig zu einer Kugel formen und für 1,5-2 h abgedeckt gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
Den Teig zu 16 Teiglingen á ca. 80 g portionieren und diese zu Kugeln schleifen.
Die Teiglinge in eine gefettete, ofenfeste Form (z. B. diese emaillierte Auflaufform von Kaiser*) oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und abgedeckt nochmals 45-60 min gehen lassen.
Eigelb und Milch verquirlen und die Teiglinge damit bestreichen.
Bei 180°C O/U ca. 20-25 min leicht goldbraun backen.
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