Zum Rezept
Portionen: 12 Stücke
Kategorie: Kuchen & Torten

Wenn es einen Kuchen gibt, der in der Johannisbeer-Saison auf keinen Fall fehlen darf, dann ist es natürlich dieser Klassiker: Schwäbischer Träubleskuchen nach dem Rezept meiner Oma.
Dieser Kuchen begleitet mich schon seit meiner Kindheit und ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem es nicht mindestens einmal Omas Träubleskuchen gab. Für mich gehört er einfach zum Sommer dazu. Mit seinem mürben Boden, der luftigen Baiser-Nuss-Masse und den fruchtig-säuerlichen Johannisbeeren ist er jedes Jahr aufs Neue ein echtes Highlight. Die leichte Säure der Beeren harmoniert einfach perfekt mit dem süßen Nussbaiser und macht diesen Kuchen zu einem echten Lieblingsrezept.
Falls du Träubleskuchen noch nicht kennst, solltest du ihn unbedingt ausprobieren. Vielleicht wird er ja auch bei dir zu einem festen Bestandteil der Johannisbeer-Saison.
Darum wirst du diesen Träubleskuchen lieben:
perfektes Zusammenspiel aus süß und fruchtig-säuerlich
buttrig-mürber Boden mit herrlich saftiger Füllung
extra nussiges Aroma durch geröstete Haselnüsse
wunderbar luftig und gleichzeitig saftig
ein echter Klassiker zur Johannisbeer-Saison
lässt sich problemlos vorbereiten und schmeckt auch am nächsten Tag noch hervorragend

Meine Tipps für den perfekten Träubleskuchen
Mit ein paar kleinen Kniffen gelingt dir der Träubleskuchen wie bei meiner Oma:
Röste die gemahlenen Haselnüsse vor der Verarbeitung kurz im Ofen. So entfalten sie ihr volles Aroma und verleihen der Baisermasse eine besonders feine, nussige Note.
Für den Mürbeteig verwende ich bewusst nur Eigelb. Dadurch wird der Boden besonders mürbe und gleichzeitig hast du die Eiweiße direkt für die Baiserfüllung übrig.
Bestreue den Mürbeteigboden vor dem Füllen mit fein gemahlenem Zwieback oder Löffelbiskuits. Sie nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf und sorgen dafür, dass der Boden auch ohne Vorbacken schön stabil und leicht knusprig bleibt. Alternativ funktionieren auch Backoblaten hervorragend. Meine Oma legt bei ihren saftigen Obstkuchen den Boden schon immer damit aus.
Achte beim Baiser darauf, dass Schüssel und Rührbesen absolut fettfrei sind und kein Eigelb ins Eiweiß gelangt. Schlage das Eiweiß zunächst steif und lasse den Zucker erst anschließend nach und nach einrieseln, bis die Masse glänzt. Die gerösteten Haselnüsse und die Johannisbeeren hebst du zum Schluss nur noch vorsichtig unter, damit möglichst viel Luftigkeit erhalten bleibt.
Lass den Träubleskuchen nach dem Backen langsam auskühlen. Am besten bleibt er zunächst bei leicht geöffneter Ofentür im Backofen, bevor er vollständig in der Form auskühlt. So bleibt die Baiserschicht besonders stabil und fällt nicht zusammen.

Wohin mit den übrigen Eigelben?
Bei der Zubereitung der Baisermasse bleiben die Eigelbe übrig. Wegwerfen solltest du sie wirklich auf keinen Fall. Dafür sind sie viel zu schade. In der Küche kannst du sie nämlich ganz vielseitig weiterverwenden und sie sorgen in vielen Rezepten für extra Cremigkeit, gute Bindung und eine schöne, goldene Farbe.
Hier sind einige Ideen:
Zum Backen
Selbstgemachter Vanillepudding, Vanillecreme oder Vanillesoße – besonders cremig durch das Eigelb
Lemon Curd oder andere Fruchtaufstriche
Mürbeteig – wird zarter und mürber
Käsekuchen – Eigelb in der Masse sorgt für Bindung und Cremigkeit
Hefegebäck – zusätzliches Eigelb sorgt für eine besonders goldgelbe und saftige Krume
Plätzchen wie Spritzgebäck oder Buttergebäck
Desserts wie Crème brûlée, Tiramisu oder Bayerische Creme
Zum Kochen
Carbonara (klassisch ohne Sahne)
Mayonnaise, Aioli oder Sauce Hollandaise
Frische Pasta – viele Nudelteige enthalten extra Eigelb
Pfannkuchen – statt ganzen Eiern nur Eigelbe verwenden und die fehlende Feuchtigkeit einfach mit etwas mehr Milch oder Mineralwasser ausgleichen
Rührei oder Omelett – Eigelb einfach zu den ganzen Eiern geben
Zum Bestreichen
Mit etwas Milch oder Sahne verrühren und Hefezöpfe, Croissants, Blätterteig etc. vor dem Backen bestreichen – für eine glänzende, goldbraune Oberfläche.
Tipp zur Aufbewahrung:
Falls du die Eigelbe nicht direkt verbrauchst, gib sie am besten in ein kleines, luftdicht verschließbares Gefäß und bedecke sie vollständig mit kaltem Wasser (oder Pflanzenöl). So trocknen sie nicht aus und bleiben im Kühlschrank etwa 2 Tage frisch. Vor der Verwendung das Wasser einfach vorsichtig abgießen.
Alternativ kannst du die Eigelbe auch einfrieren. Damit sie nach dem Auftauen nicht zäh oder gelartig werden, verquirle sie vor dem Einfrieren mit einer Prise Salz. So behalten sie nach dem Auftauen ihre Bindung und Konsistenz besser. Im Gefrierschrank halten sich die Eigelbe so problemlos bis zu 6 Monate.
Schwäbischer Träubleskuchen
Schwäbischer Träubleskuchen nach Omas Rezept ist für mich der absolute Klassiker in der Johannisbeer-Saison und darf auf keinen Fall fehlen. Schon seit meiner Kindheit begleitet mich dieser Kuchen und ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem er nicht mindestens einmal auf dem Tisch stand. Für mich gehört er einfach zum Sommer dazu. Mit seinem mürben, buttrigen Boden, der luftigen Baiser-Nuss-Schicht und den fruchtig-säuerlichen Johannisbeeren ist er jedes Mal ein echtes Highlight. Für mich das perfekte Zusammenspiel aus süß, nussig und fruchtig-säuerlich.
Zutaten
Mürbeteig:
225 g Mehl
100 g Zucker
120 g Butter, kalt
2 Eigelb (Eiweiß für die Füllung aufheben)
1 Prise Salz
Fetten:
Margarine
Mehl
Zwischenschicht:
30 g Zwieback oder Löffelbiskuits
Füllung:
6 Eiweiße
Prise Salz
200 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
200 g Haselnüsse oder Mandeln, gemahlen
600 g Johannisbeeren, frisch
Dekoration (optional):
Puderzucker
Zubereitung
Boden:
Eine 26 cm Springform* mit Margarine fetten und etwas Mehl ausstäuben.
Für den Boden die kalte Butter in Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten.
Den Mürbeteig in die Springform* drücken und dabei einen ca. 4 cm hohen Rand hochziehen. Bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.
Füllung:
Haselnüsse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und für 10 min bei 180°C O/U im Ofen rösten. Abkühlen lassen.
Für die Zwischenschicht Zwieback oder Löffelbiskuits im Multizerkleinerer* fein mahlen.
Die Zwiebackbrösel gleichmäßig auf dem Mürbeteigboden verteilen.
Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen.
Zucker und Vanillezucker nach und nach dazu geben und solange weiterrühren, bis die Baisermasse schön glänzend und gut fest ist.
Haselnüsse vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben, danach die Johannisbeeren.
Die Masse auf den Mürbeteigboden geben und glatt streichen.
Bei 160°C Umluft für ca. 1 h backen. Nach ca. 40 min den Kuchen mit Alufolie abdecken, falls er zu dunkel werden sollte.
Vollständig auskühlen lassen und anschließend aus der Form lösen. Vor dem Servieren nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
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