
Heute verrate ich dir meine ultimative Geheimwaffe gegen schlechte Laune: Zimtschnecken. Und zwar nicht irgendwelche, sondern diese unglaublich fluffig-weichen, buttrigen Zimtschnecken, denen wirklich niemand widerstehen kann. Spätestens wenn sie im Ofen sind und sich der verlockende Duft von Zimt und frischem Hefeteig in der ganzen Küche ausbreitet, ist klar: Jetzt wird es gemütlich.
Am liebsten esse ich die Zimtschnecken noch leicht warm, dann sind sie besonders saftig, weich und einfach unwiderstehlich.
So richtig los ging meine Liebe zu Zimtschnecken übrigens schon in der 5. Klasse. Die Mama einer Schulfreundin hat damals die weltbesten Zimtschnecken gebacken und ich wollte nicht jedes Mal warten, bis ich wieder eingeladen wurde. Also habe ich sie kurzerhand nach dem Rezept gefragt und mich an meine ersten eigenen Hefeteigversuche gewagt. Da meine Mama sich nie so recht an frische Hefe herangetraut hat, habe ich mir zusätzlich Tipps von Oma und Opa geholt. Ab da wurde bei uns zuhause regelmäßig geknetet, gerollt und gebacken. Dass daraus einmal eine echte Hefeteig-Leidenschaft und schließlich dieser Blog entstehen würden, ahnte damals noch niemand.
Genau deshalb haben Zimtschnecken für mich eine ganz besondere Bedeutung. Über die Jahre habe ich unzählige Varianten ausprobiert, Teige getestet, Füllungen angepasst und immer weiter gefeilt – so lange, bis ich für mich das perfekte Zimtschnecken-Rezept gefunden habe. Eines, das zuverlässig gelingt, herrlich fluffig ist und genau dieses Gefühl von Wärme, Geborgenheit und purem Genuss auf den Teller bringt.

Meine Tipps für die perfekten Zimtschnecken:
Die Basis richtig guter Zimtschnecken ist ein gelungener Hefeteig. Damit er besonders weich und luftig wird, arbeiten wir hier mit einem Kochstück. Das bindet zusätzliche Feuchtigkeit und sorgt für diese herrlich fluffige, fast wattige Textur, die man sich bei Zimtschnecken wünscht. Weitere Tipps für einen perfekten Hefeteig findest du weiter unten im Beitrag.
Für die Zimtbutter-Füllung greife ich am liebsten zu braunem Zucker. Beim Backen karamellisiert er leicht und verleiht den Schnecken ein wunderbar warmes, karamelliges Aroma. Wichtig dabei: Spare nicht an der Füllung. Nur wenn sie großzügig verteilt ist, werden die Zimtschnecken später richtig saftig.
Ich empfehle dir, die Auflaufform zusätzlich noch großzügig mit Butter einzufetten und dann mit einer Mischung aus braunem Zucker und Zimt auszustreuen. So bekommen deine Zimtschnecken später einen richtig schön karamellisierten Boden.
Besonders gern verwende ich dafür meine emaillierte Auflaufform von Kaiser*, in der die Schnecken perfekt Platz haben, gleichmäßig aneinander backen und schön saftig bleiben. Durch die Emaillebeschichtung ist sie außerdem schnitt- und kratzfest und eignet sich ideal zum Servieren direkt aus der Form.
Mein letzter Tipp: Nach etwa 15 Minuten Backzeit die Zimtschnecken kurz aus dem Ofen holen und großzügig mit Sahne bestreichen. Dadurch bleiben sie besonders saftig und bekommen gleichzeitig eine schöne, gleichmäßige Bräunung.

Was brauchen wir für einen richtig guten Hefeteig?
• Kochstück: Ein Kochstück ist eine Mischung aus Mehl und Flüssigkeit, die unter Rühren kurz aufgekocht wird, bis eine puddingähnliche Konsistenz entsteht. Dadurch kann das Mehl mehr Flüssigkeit aufnehmen, was den Teig besonders saftig macht und das Gebäck länger frisch hält.
• Hefe: Ich nehme am liebsten Frischhefe, aber Trockenhefe geht natürlich auch.
Ob Frisch- oder Trockenhefe besser ist, darüber wird unter Bäcker*innen gerne diskutiert. Viele schwören auf Frischhefe wegen ihres besseren Geschmacks und der besseren Triebkraft, andere sehen zwischen beiden Varianten keinen Unterschied im Backergebnis.
Am Ende spricht vor allem die lange Haltbarkeit für Trockenhefe. Frischhefe ist gekühlt nur ca. zwei Wochen haltbar. (Tipp: Frischhefe kann jedoch bis zu 6 Monate eingefroren werden.) Ein weiterer Vorteil der Trockenhefe: Im Gegensatz zur Frischhefe muss sie nicht erst in Flüssigkeit aufgelöst werden, sondern kann direkt ins Mehl gegeben werden.
In der Regel entspricht 1/2 Würfel Frischhefe (21 g) einem Päckchen Trockenhefe (7 g) d.h. du kannst einfach die Menge an Frischhefe durch 3 teilen und erhältst dann die benötigte Menge an Trockenhefe.
• Flüssigkeit: Milch für süße Hefeteige, Wasser für herzhafte Varianten. Die Flüssigkeit sollte lauwarm sein, um die Hefe optimal zu aktivieren. Ich erwärme die Milch hierfür immer kurz in der Mikrowelle oder in einem Topf.
Zu niedrige Temperaturen verlangsamen die Gärung. Aber Achtung: Zu heiße Milch kann die Hefezellen töten und dein Teig wird dann nicht aufgehen. Ideal liegt die Temperatur bei etwa 30-37 °C, also angenehm handwarm.
• Zucker: nicht nur für den Geschmack, sondern auch als kleiner Energieschub für die Hefe.
Zucker ist nicht unbedingt notwendig, um Hefe zu aktivieren, da Hefe aus der Stärke im Mehl Zucker gewinnen kann. Die Zugabe von Zucker kann jedoch den Gärungsprozess beschleunigen, verglichen mit der Zeit, die die Hefe benötigt, um den Zucker aus der Stärke des Mehls zu spalten.
Darüber hinaus trägt Zucker zur Bräunung der Kruste bei und kann dem Hefegebäck eine goldbraune Farbe und einen besseren Geschmack verleihen.
• Eigelb: Im Hefeteig setze ich lieber auf Eigelb statt auf ganze Eier. Eigelb macht Hefeteig saftiger, geschmeidiger und reicher im Geschmack. Es enthält Fett und Lecithin, das als Emulgator wirkt und die Zutaten bindet. Im Gegensatz zum Eiklar, das den Teig austrocknen kann, sorgt das Eigelb für eine weichere und feinporigere Krume sowie eine schöne goldgelbe Farbe. Es rundet den Geschmack durch seinen natürlichen Fettgehalt ab.
• Butter: Sie sorgt für den herrlich aromatischen Geschmack, macht die Krume schön zart und geschmeidig und hält den Teig richtig saftig. Außerdem hilft sie, dass das Gebäck länger frisch bleibt.
• Mehl: Das darf natürlich als Hauptzutat in keinem Hefeteig fehlen. Für feine, helle Teige wie süßen Hefeteig eignen sich vor allem helle Weizenmehle wie Type 405 oder 550. Type 405 ist feiner vermahlen, wohingegen 550 gröber vermahlen ist und mehr Schalenteile enthält. Für Hefeteig ist Type 550 die bessere Wahl, da es mehr Klebereigenschaften hat und lockerere Gebäcke ermöglicht. In meinen Rezepten funktioniert Type 405 aber auch ohne Probleme und kommt bei mir ebenfalls sehr häufig zum Einsatz.
• Salz: Ungeschriebenes Gesetz meiner Oma – in jeden süßen Teig gehört etwas Salz. Es verstärkt den Geschmack, balanciert die Süße aus und sorgt dafür, dass das Gebäck noch besser schmeckt.
Zimtschecken
Zimtschnecken sind meine Geheimwaffe gegen schlechte Laune: unglaublich fluffig, buttrig und mit einer Zimtfüllung, der einfach niemand widerstehen kann. Schon beim Backen erfüllt ihr Duft die ganze Küche, und am liebsten esse ich sie noch leicht warm, wenn sie besonders saftig und weich sind. Dieses Rezept hat für mich eine besondere Bedeutung: Viele Jahre habe ich daran gefeilt, bis ich für mich das perfekte Zimtschnecken-Rezept gefunden habe.

Portionen:
9 Stück
Kategorie:
Kleingebäck
Zutaten
Kochstück:
25 g Mehl
100 g Milch
Hefeteig:
Kochstück
575 g Mehl
180 g Vollmilch
25 g Frischhefe
120 g Zucker
2 Eigelb
1 TL Salz
90 g Butter, weich
Füllung:
150 g Butter, weich
100 g Brauner Zucker
3 TL Zimt
Zusätzlich:
100 g Sahne
Fetten der Form:
Butter
Brauner Zucker
Zimt
Zubereitung
Kochstück:
1. Milch und Mehl mit dem Schneebesen klümpchenfrei verrühren.
2. In einem Topf unter ständigem Rühren aufkochen. Das Kochstück ist fertig, sobald die Masse nicht mehr weiter eindickt. Vollständig abkühlen lassen.
Hefeteig:
1. Milch in der Mikrowelle oder im Topf kurz erwärmen, bis sie lauwarm ist.
2. Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen.
3. Alle Zutaten (inkl. Kochstück), bis auf die Butter, in eine Schüssel geben und verkneten.
4. Die Butter zum Schluss dazu geben und so lange kneten, bis ein schöner glatter Teig entstanden ist, der nicht mehr klebt.
5. Den Teig zu einer Kugel formen, rundum mit etwas Rapsöl bestreichen und abgedeckt für ca. 2h gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
Füllung:
Braunen Zucker und Zimt mit der weichen Butter zu einer homogenen, streichfähigen Masse vermengen.
Formen:
1. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 45x45 cm) ausrollen.
2. Den Teig gleichmäßig mit der Zimtbutter bestreichen und von der langen Seite her möglichst eng aufrollen.
3. Ca. 5 cm breite Stücke von der Rolle abschneiden - das sollten 9 Schnecken ergeben.
4. Eine ofenfeste Form (z .B. diese emaillierte Auflaufform von Kaiser*) großzügig mit Butter fetten und mit einer Mischung aus braunem Zucker und etwas Zimt ausstreuen.
5. Die Schnecken mit etwas Abstand in der Auflaufform platzieren und abgedeckt nochmals für ca. 45 min gehen lassen.
6. Die Schnecken bei 180°C O/U zunächst für 15 min backen, dann aus dem Ofen holen, großzügig mit der flüssigen Sahne bestreichen und anschließend für weitere 20-25 min fertig backen.
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