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01.08.2026

Zwetschgen-Datschi mit Mürbeteig

Ein echter Klassiker: Zwetschgen-Datschi mit Mürbeteig und Streuseln

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Portionen: 24 Stücke


Kategorie: Kuchen & Torten


Nahaufnahme von Zwetschgen-Datschi auf Backpapier, daneben frische Zwetschgen.

Sobald die Zwetschgensaison beginnt, hat der Zwetschgen-Datschi bei vielen seinen festen Platz auf dem Kaffeetisch. Doch bei einem Punkt scheiden sich seit jeher die Geister: Gehört er auf Hefeteig oder auf Mürbeteig? Meine Oma hat darauf eine ganz klare Antwort, denn bei ihr kommt der Datschi immer auf einen klassischen Hefeteig. Mein Opa backt ihn dagegen oft auch mit Mürbeteig. Und meine Mama und ich bringen sogar noch eine dritte Variante ins Spiel: Quark-Öl-Teig. Für mich haben aber alle Versionen ihre Daseinsberechtigung. Jede schmeckt ein bisschen anders, aber jede ist auf ihre Art einfach unglaublich lecker.


Der Name „Datschi“ verrät übrigens nichts darüber, welcher Teig verwendet wird. Er stammt vom bayrischen Verb „detschen“ oder „datschen“, was so viel wie „drücken“ oder „hineindrücken“ bedeutet. Genau das passiert beim Belegen des Kuchens: Die Zwetschgen werden dicht an dicht auf den Teig gesetzt und leicht hineingedrückt. Deshalb bezeichnet ein Datschi ursprünglich einen flachen Blechkuchen, bei dem der Belag in den Teig gedrückt wird – ganz unabhängig davon, ob er mit Hefe-, Mürbe- oder Quark-Öl-Teig gebacken wird.


Besonders eng verbunden ist der Zwetschgen-Datschi mit Augsburg. Dort gilt er bis heute als echte kulinarische Spezialität und war bereits im 19. Jahrhundert weit verbreitet. Der Kuchen war damals so beliebt, dass die Stadt den Spitznamen „Datschiburg“ erhielt und ihre Einwohner scherzhaft als „Datschiburger“ bezeichnet wurden. Bis heute gehört der Zwetschgen-Datschi fest zur Augsburger Backtradition und ist aus der regionalen Küche kaum wegzudenken. Während der Zwetschgensaison findet man ihn dort bis heute in nahezu jeder Bäckerei.


Stück Zwetschgen-Datschi mit Streuseln auf einem Holzbrett, Nahaufnahme, rot-gelb, im Hintergrund unscharf.

Für dieses Rezept habe ich mich für einen Mürbeteig entschieden: herrlich mürbe, wunderbar buttrig und zusammen mit den saftigen Zwetschgen und knusprigen Streuseln einfach ein Traum. Ich mag diese Variante besonders gerne, weil sie so unkompliziert in der Zubereitung ist und man mit wenigen Zutaten einen unglaublich leckeren Kuchen zaubern kann.


Das Besondere an diesem Rezept ist die Zwischenschicht aus Haselnüssen, Paniermehl, Puderzucker und etwas Zimt. Sie nimmt einen Teil des austretenden Fruchtsafts auf, sodass der Boden schön stabil bleibt und nicht durchweicht. Gleichzeitig sorgt sie für ein feines nussiges Aroma, das wunderbar zu den Zwetschgen passt. Zusammen mit dem mürben Boden, den saftigen Früchten und einer großzügigen Schicht knuspriger Butterstreusel entsteht so die perfekte Kombination aus unterschiedlichen Texturen und Aromen.


Am besten schmeckt der Zwetschgen-Datschi für mich mit einem Klecks frisch geschlagener Sahne. Ob noch leicht warm direkt aus dem Ofen oder am nächsten Tag, wenn die Aromen schön durchgezogen sind und der Kuchen noch saftiger geworden ist – diese Variante ist immer ein Genuss und zeigt, dass ein einfacher Klassiker manchmal genau das Richtige ist.


Zwetschgen-Datschi auf Holzbrett mit Sahne im weißen Schälchen, Zwetschgen im Hintergrund.

Damit dir der Zwetschgen-Datschi genauso gut gelingt, habe ich hier meine drei wichtigsten Tipps für dich:


  • Verwende richtig viele Zwetschgen und setze sie dicht an dicht auf den Teig. So bekommst du das volle Fruchtaroma und der Kuchen bleibt wunderbar saftig. Die Zwetschgen verlieren beim Backen etwas Flüssigkeit und fallen leicht zusammen, deshalb darf der Belag ruhig großzügig ausfallen.


  • Die Zwischenschicht ist ein kleiner, aber wichtiger Trick. Damit der Mürbeteigboden nicht durchweicht, wird er zunächst mit verquirltem Ei bestrichen und anschließend mit einer leicht gesüßten Nuss-Zimt-Semmelbrösel-Mischung bestreut. Diese Schicht schmeckt man kaum heraus, sorgt aber dafür, dass der Boden schön stabil bleibt und bringt gleichzeitig eine feine nussige Note mit. Falls du keine Nüsse verträgst, kannst du die gemahlenen Haselnüsse einfach durch zusätzliche Semmelbrösel, gemahlenen Zwieback oder zerbröselte Löffelbiskuits ersetzen.


  • Serviere den Zwetschgen-Datschi unbedingt mit frisch geschlagener Sahne. Für mich ist das wirklich das i-Tüpfelchen: Die cremige Sahne passt perfekt zu den fruchtigen Zwetschgen und den knusprigen Streuseln und macht aus diesem einfachen Klassiker ein ganz besonderes Kuchenerlebnis.


Zwetschgen-Datschi mit Mürbeteig


Bei diesem Zwetschgen-Datschi habe ich mich für eine Variante mit Mürbeteig entschieden: herrlich mürbe, wunderbar buttrig und zusammen mit den saftigen Zwetschgen und knusprigen Streuseln einfach ein Traum. Ich liebe diese Version, weil sie unkompliziert in der Zubereitung ist und trotzdem geschmacklich absolut überzeugt. Die feine Nuss-Zimt-Schicht hält den Boden schön stabil, verhindert das Durchweichen und sorgt gleichzeitig für ein tolles Aroma. Der Zwetschgen-Datschi schmeckt frisch aus dem Ofen genauso gut wie schön durchgezogen am nächsten Tag und lässt sich wunderbar vorbereiten. Und ganz wichtig: mit frisch geschlagener Sahne servieren!


Nützliche Utensilien



Portionen: 24 Stücke Kategorie: Kuchen & Torten


Zutaten


Mürbeteig:

  • 400 g Mehl

  • 200 g Zucker

  • 200 g Butter, kalt

  • 2 Eier

  • 1 Msp. Backpulver

  • Prise Salz


Zwischenschicht:

  • 1 Ei

  • 75 g Haselnüsse, gemahlen

  • 50 g Paniermehl

  • 25 g Puderzucker

  • 1/2 TL Zimt


Belag:

  • 1,5 kg Zwetschgen (noch nicht entsteint)


Streusel:

  • 250 g Mehl

  • 160 g Butter, weich

  • 160 g Zucker

  • 1 Msp. Backpulver


Zubereitung


  1. Zuerst die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen.

  2. Für den Mürbeteigboden die kalte Butter in Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten.

  3. Den Teig als Boden in eine rechteckige, mit Backpapier ausgelegte Springform* (ca. 25x38cm) drücken. Falls du keine solche Springform* hast, kannst du den Teig auch auf ein Rechteck in dieser Größe ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

  4. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.

  5. Das Ei verquirlen und auf den Boden streichen.

  6. Haselnüsse, Paniermehl, Puderzucker und Zimt mischen und gleichmäßig auf dem Mürbeteigboden verteilen.

  7. Den Boden bei 160°C Umluft ca. 15 min vorbacken.

  8. Währenddessen Mehl, Butter, Zucker und Backpulver mit den Händen zu Streuseln verreiben.

  9. Die Zwetschgen mit der Schale nach unten eng aneinander auf den vorgebackenen Boden setzen.

  10. Die Streusel auf den Zwetschgen verteilen.

  11. Bei 160°C Umluft für ca. 60-70 min weiterbacken, bis die Streusel leicht goldbraun sind.


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