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Portionen: 5 Gläser á 240 ml
Kategorie: Marmeladen & Aufstriche

Ich liebe Zwetschgen in gebackener und gekochter Form. Frisch überzeugen sie mich irgendwie nicht so ganz. Da sind sie für mich doch eher eine etwas unspektakuläre Frucht. Deshalb verarbeite ich sie am allerliebsten in Kuchen und natürlich auch zu Marmelade oder Kompott. Und schon allein, wie sich ihre Farbe beim Einkochen in dieses wunderschöne Dunkelrot verwandelt, finde ich jedes Mal aufs Neue faszinierend.
Anstatt eine klassische Zwetschgenmarmelade zu machen, die ich natürlich auch sehr liebe, wollte ich dieses Mal etwas Neues ausprobieren und habe ein bisschen herumexperimentiert. Dabei ist diese köstliche Zwetschgen-Rotweinmarmelade mit einem Hauch von Zimt und Nelke entstanden. Sie hat ein wunderbar warmes, würziges Aroma, das bei mir schon fast ein bisschen Vorweihnachtsstimmung aufkommen lässt.
Die Zwetschgen stehen geschmacklich ganz klar im Mittelpunkt, während Rotwein, Zimt, Nelken und Rum das Ganze schön abrunden. Der Rotwein gibt der Marmelade eine besondere, leicht herbe und würzige Note, ohne zu dominant zu werden oder sie zu intensiv nach Wein schmecken zu lassen. Zusammen mit Zimt und Nelken erinnert der Geschmack fast ein bisschen an Glühwein. Und der kleine Schuss Rum passt da einfach perfekt dazu.
Die Marmelade schmeckt einfach himmlisch auf einer Scheibe Brot mit Butter oder Frischkäse, eignet sich aber auch perfekt als besondere Marmeladenfüllung für Plätzchen in der Weihnachtszeit. Außerdem ist sie ein schönes selbstgemachtes Geschenk oder eine kleine Aufmerksamkeit für Freunde und Familie, denn geschmacklich ist sie doch nochmal etwas Besonderes, das man nicht jeden Tag auf dem Frühstückstisch hat.

Die Zwetschgen werden zunächst zusammen mit Rotwein, Rum und den Gewürzen weich gekocht und anschließend püriert. So haben Zimt und Nelken genug Zeit, ihr Aroma an die Zwetschgen abzugeben und der Marmelade später ihren würzig-warmen Geschmack zu verleihen.
Wenn du wie ich auch gerne mal kleine Fruchtstückchen in deiner Marmelade magst, püriere die Zwetschgen einfach etwas kürzer. So kannst du die Konsistenz ganz nach deinem Geschmack bestimmen. Alternativ kannst du die Zwetschgen auch direkt in kleine Stücke schneiden und den Pürierschritt komplett weglassen.
Und noch ein kleiner Tipp für die Gewürze: Ich gebe Zimtstange und Nelken in einen Teefilter. So können sie während des Kochens ihr Aroma abgeben und lassen sich anschließend ohne langes Suchen wieder aus dem Topf fischen. Gerade bei den kleinen Nelken ist das Gold wert.

Was hat es mit der Gelierprobe auf sich?
Die Gelierprobe ist im Grunde ein kleiner Test, mit dem du vor dem Abfüllen kontrollierst, ob die Marmelade später fest genug wird.
Beim Kochen von Marmelade mit Gelierzucker verbinden sich die Früchte, der Zucker, Pektin und Säure durch Hitze zu einer festen, haltbaren Masse. Ob die Marmelade am Ende die gewünschte Konsistenz erreicht, lässt sich direkt im heißen Topf aber schlecht beurteilen. Deshalb gibst du einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller. Durch die schnelle Abkühlung kannst du schon nach ein paar Sekunden sehen, wie die Marmelade ungefähr nach dem vollständigen Auskühlen gelieren wird.
Wird sie fest und läuft nicht mehr auseinander: Sie kann abgefüllt werden.
Bleibt sie sehr flüssig: Noch etwa 1 Minute sprudelnd kochen und die Probe wiederholen.
Wichtig: Sie muss auf dem Teller nicht komplett fest sein. Beim vollständigen Abkühlen wird die Marmelade noch fester.
Zwetschgen-Rotweinmarmelade
Zwetschgenmarmelade mal anders als der Klassiker: Hier treffen fruchtige Zwetschgen auf Rotwein, einen kleinen Schuss Rum sowie Zimt und Nelken. Der Rotwein verleiht der Marmelade eine besondere, leicht herbe und würzige Note und unterstreicht den fruchtigen Geschmack, ohne dominant zu werden oder die Marmelade zu intensiv nach Wein schmecken zu lassen. Zusammen mit Zimt und Nelken erinnert das Ganze fast ein bisschen an Glühwein, während der kleine Schuss Rum perfekt dazu passt.
Und auch als kleines selbstgemachtes Geschenk macht sie richtig was her. Schließlich ist eine selbstgemachte Marmelade mit Zwetschgen, Rotwein und Zimt schon etwas, das man nicht jeden Tag auf dem Frühstückstisch stehen hat.
Portionen: 5 Gläser á 240 ml Kategorie: Marmeladen & Aufstriche
Zutaten
1 kg Zwetschgen, nicht entsteint
125 ml Rotwein, trocken
2 cl Rum
1 Zimtstange
3 Nelken
500 g Gelierzucker 2:1
Zubereitung
Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln.
Zimtstange und Nelken in einen Teefilter geben. So lassen sie sich später ganz einfach wieder entfernen.
Zwetschgen zusammen mit Rotwein, Rum, Zimtstange und Nelken in einen großen Topf geben.
Kurz aufkochen, dann bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 15-20 Minuten köcheln lassen.
Topf vom Herd nehmen und die Masse etwas abkühlen lassen.
Zimtstange und Nelken entfernen. Die Zwetschgen mit einem Pürierstab* pürieren. Wenn du kleine Fruchtstückchen in deiner Marmelade magst, püriere die Zwetschgen einfach etwas kürzer.
Gelierzucker hinzufügen und alles gut vermischen.
Die Masse unter Rühren zum Kochen bringen und anschließend mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dabei ständig umrühren, damit nichts anbrennt.
Nun eine Gelierprobe machen. Wie diese funktioniert, erkläre ich dir weiter oben im Beitrag.
Die heiße Marmelade sofort randvoll in sterile Gläser* füllen und direkt fest verschließen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.
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Annette
20. Oktober 2026 um 16:38:35
Hallo!
Habe bereits 3 Kilo Zwetschgen dazu verarbeitet! GÖTTLICHER Geschmack!!!😋😋
Ich meine allerdings, man kann1 kg ENTSTEINTE Zwetschen mit 2-1 Gelierzucker verwenden, statt1kg mit Steinen, da man nach dem entsteinen weniger als 1 kg übrig hat. Die Kraft des Geliermittels reicht m. E. auch für ein Kilo entsteinte Zwetschgen.
Vielen Dank für das Rezept!
Annette
Annette
20. Oktober 2026 um 16:38:32
Hallo!
Habe bereits 3 Kilo Zwetschgen dazu verarbeitet! GÖTTLICHER Geschmack!!!😋😋
Ich meine allerdings, man kann1 kg ENTSTEINTE Zwetschen mit 2-1 Gelierzucker verwenden, statt1kg mit Steinen, da man nach dem entsteinen weniger als 1 kg übrig hat. Die Kraft des Geliermittels reicht m. E. auch für ein Kilo entsteinte Zwetschgen.
Vielen Dank für das Rezept!
Annette
Celine
Freut mich sehr, dass die Marmelade so gut bei dir ankommt!😍 Nächstes Mal probiere ich auch mal 1 Kilo entsteinte Zwetschgen☺️
Cornelia
19. Oktober 2026 um 05:25:56
Werde ich ausprobieren und als Weihnachtsgeschenk für meine Turnschwestern machen
Celine
Das freut mich! Ich habe auch schon einige zum Verschenken an Weihnachten gemacht☺️
Carla
29. September 2026 um 14:23:52
Super lecker! Danke!
Celine
Dankeschön, das freut mich!☺️
Ilse
22. September 2026 um 12:40:48
Du hast alles sehr genau erklärt:)
Celine
Das freut mich, dass du das schreibst! Ich versuche immer, dass es jeder bestmöglich nachvollziehen kann☺️
